Günter Wiese:
Kinetische Plastik

Günter Wiese: Kinetisches Windspiel (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Günter Wiese: Kinetische Plastik (1992, Edelstahl)
Emil-Possehl-Schule / Friedrich-List-Schule, Georg-Kerschensteiner-Straße 27-29, 23554 Lübeck

Beschreibung

Auf dem gemeinsamen Hof der beiden Schulen kreist auf einer schlanken Stele ein Windspiel, das Günter Wiese aus dünnen Edelstahlblechen formte. Die Gestaltung ist minimalistisch, doch durch die stete Bewegung und die beständig wechselnden Überlagerungen entsteht ein sehr lebhafter Eindruck. Zwei Stahlbleche sind mehrfach so gefaltet, dass jeweils dreieckige Teilflächen entstehen, die in unterschiedlichen Winkeln zu einander stehen. Durch die Wechsel bricht das einfallende Licht stets unterschiedlich. Die Plastik spielt mit den geometrischen Formen und ihrer Wirkung im Raum sowie der Drehen entlang der senkrechten Achse.

Künstler:in

Günter Wiese wurde am 5. Mai 1942 in Hamburg geboren. Er arbeitete als Werbegestalter in Flensburg. 1964–1970 studierte er Freie Kunst (Werbegrafik bei Anton Bentele, Malerei/Grafik bei Gottfried Brockmann, Offset-Druck bei Fritz Bauer und angewandte Kunst bei Winfried Zimmermann) an der Muthesius-Fachhochschule in Kiel und anschließend Bildhauerei als Gasthörer in Hamburg und München. Seit 1967 war er Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler, nahm an deren Ausstellungen teil und präsentierte seine Arbeiten darüber hinaus in Kopenhagen und Paris. 1979 war er Gast des Cité Internationale des Arts Paris (CIA) im Rahmen eines Studienaufenthalts. Seit 1982 ist er Lehrbeauftragter für plastisches Gestalten in Architektur und Industriedesign, seit 2007 für Interieurdesign an der Kieler Muthesius-Kunsthochschule. Seine geometrischen, mathematisch basierten und konstruktiven Objekte aus Edelstahl, Bronze, Aluminium oder Stein sind an verschiedenen Orten im Öffentlichen Raum zu finden. Er lebt und arbeitet in Strande bei Kiel.

Galerie

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