Richard Emil Kuöhl:
Kleiner Flötenspieler

Kleiner Flötenspieler (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Richard Emil Kuöhl: Kleiner Flötenspieler (1920er Jahre, Bronze)
Claus-Ferck-Straße 1b, 22359 Hamburg (Volksdorf)

Beschreibung

Über der Eingangstür des roten Backsteinbaus steht auf einem kleinen Vorsprung die bronzene Figur eines kleinen, Flöte spielenden Jungen. Die kleine Plastik ähnelt vielen kleinen Arbeiten, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet waren. Häufig sind dort kleine Jungen und Mädchen zu finden, die Blumen pflücken oder musizieren. Die Urheberschaft des Werkes durch Richard Emil Kuöhl steht nicht zweifelsfrei fest, ist jedoch sehr wahrscheinlich.

Text: jp

Person

Richard Emil Kuöhl
Richard Emil Kuöhl wurde am 31. Mai 1880 in Meißen geboren. Nach einer Ausbildung als Kunsttöpfer studierte er ab 1902 an der Dresdner Kunstgewerbeschule beim Bildhauer Karl Groß. Später folgte er seinem Lehrer aus Dresden Fritz Schumacher nach Hamburg, der u.a. für seine Backsteinbauten bekannt geworden ist, die Kuöhl dann in den folgenden Jahren mit Skulpturen ergänzend bestückte. Diese setzte er in Stein, Keramik und Terrakotta für Gebäude u.a. in Bad Oldesloe, Flensburg, Lübeck oder Hamburg sowie in Kunstobjekten auf Grabanlagen des Ohlsdorfer Friedhofs um. Er war Mitglied im Hamburger Kunstverein und 1919–1932 Mitglied der Hamburger Sezession, deren Jahresausstellung 1933 von den Nationalsozialisten zwangsgeschlossen wurde. Auch nach der Machtübernahme der NSDAP diente er den staatlichen Institutionen als Auftragnehmer wie beispielsweise mit dem Kriegerdenkmal in Hamburg, dem dann in den 1980er Jahren das Gegendenkmal des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka gegenübergestellt wurde. Er starb am 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe.

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Galerie

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