Max Schegulla:
Altartriptychon

Max Schegulla: Altartriptychon (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Max Schegulla: Altartriptychon (1965, Holz)
St.-Clemens-St.-Katharinen-Kirche, Dorfstraße 7, 23883 Seedorf

Beschreibung

Für die St.-Clemens-St.-Katharinen-Kirche im lauenburgischen Seedorf erstellte Max Schegulla einen geschnitzten Flügelaltar mit Motiven aus dem Leben Christi. Der Altar ist im geöffneten Zustand in vier Bildfelder unterteilt: das zentrale Mittelfeld, die beiden kleineren Flügel und die Verlängerung nach unten durch die Predella. Im geschlossenen Zustand ist auf den Außenseiten der beiden Flügel eine Pietà-Darstellung mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß von Maria zu sehen. Die Darstellung ist holzschnittartig reduziert in moderner, grafisch orientierter Formensprache. Im Vordergrund steht eher der emotionale Ausdruck als die naturgetreue Darstellung der Figuren. Die farbige Fassung des Holzes ist zurückhaltend ausgeführt. Durch die vorherrschenden diagonalen Linien und sanften Bögen sowie die außen gerichtete Haltung auf den beiden Flügeln zeigt sich eine starke Dynamik im Bild.

Text: jp

Person

Max Schegulla
Max Schegulla wurde am 10. Januar 1918 in Trachtenberg/Schlesien geboren. Er studierte in Breslau Kunstgeschichte und Architektur, anschließend in Köln Metallplastik und war ein Schüler von Gerhard Marcks. Er ließ sich in Dierkshausen in der Nordheide nieder und errichtete dort sein Atelier. Sein Werk ist vielfältig und reicht von Plastiken aus Stahl, Aluminium und Bronze, über Flügelaltäre in Kirchen in Holz und Ortbeton und Bleiglas, sowie Betonglasfenster, bis hin zu Farbdrucken. Seine Bronzen finden sich in Privatbesitz und im öffentlichen Raum in Hamburg, Kiel, Bochum Dortmund. Max Schegulla starb am 14. April 2008 in Mulsum bei Bremerhaven. Den Nachlass des Künstlers haben die Erben dem Gerhard Marcks Museum in Bremen zugesagt.

Weitere Informationen (extern):Website

Text: hws

Galerie

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