Paul Heinrich Gnekow:
Berliner Bär

Paul Heinrich Gnekow: Berliner Bär (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Paul Heinrich Gnekow: Berliner Bär (ursprünglich Hinrich Jepsen)
Berliner Straße / Alte Kieler Landstraße, 24768 Rendsburg

Beschreibung

Der damalige Verkehrsminister Hans-Christoph Seebohm ordnete 1953 an, in vielen Orten Westdeutschlands Berliner Meilensteine aufzustellen. Ziel war es, die Verbundenheit mit der vom Staatsgebiet der DDR umschlossenen Stadt Berlin zu signalisieren. Die Kosten wurden zum Teil aus Bundesmitteln beglichen. Die Grafikerin und Bildhauerin Renée Sintenis entwarf 1953 das Reliefbild eines schreitenden Bären als Vorbild, doch gab es keine verbindlichen Vorgaben für die Ausführung. In Rendsburg gestaltete Hinrich Jepsen eine vollplastische Skulptur, die auf dem Mittelstreifen an der Berliner Straße aufgestellt wurde. Einige Jahrzehnte später erneuerte Paul Heinrich Gnekow die verwitterte Figur. Der Bär grüßt freundlich die Menschen, die die Stadt in Richtung Autobahn verlassen, und ist ein fester Bestandteil des Stadtbildes geworden.

Text: jp

Person

Paul Heinrich Gnekow
Paul Heinrich Gnekow wurde am 16. Oktober 1928 in Marne, Schleswig-Holstein, geboren. Nach Schulbesuch und Militärdienst lernte er das Steinmetzhandwerk im väterlichen, bereits vom Großvater gegründeten Betrieb. Dann studierte er in Wunsiedel bei Professor Artur Sansoni, erwarb 1951 den Meisterbrief der Handwerkskammer Bayreuth. Paul Heinrich Gnekow schuf u.a. das Deicharbeiterdenkmal in Meldorf, den Poseidon auf der Lübecker Puppenbrücke, aus Sandstein eine Madonna mit Kind für den Giebelpfeiler des Lübecker Holstentors und die Figurenplatten an der Kirche in Barlt. Ein Liebespaar von Gnekow steht in St. Tropez. 2006 erhielt Paul Heinrich Gnekow den Kunstpreis des Kreises Dithmarschen. Er starb 2015.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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