Peter Turpin:
Dienst an der Pforte

Peter Turpin: Dienst an der Pforte, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Peter Turpin: Dienst an der Pforte (Stahl, 12-teilig, 1994).
Vor der Musik- und Kongresshalle, Willy-Brandt-Allee, 23554 Lübeck.

Beschreibung

Neben der Lübecker Musik- und Kongresshalle, mit Blick auf die Untertrave, begleiten zwölf monolithische dunkelgraue Körper den Weg. Eng gereiht in zwei Sechsergruppen, stehen sie im leichten Bogen links und rechts des Wegs und lassen den Durchgang und den Durchblick frei. Die zwölf Elemente sind alle ähnlich gestaltet, weichen aber doch in Details voneinander ab. Jedes nachfolgende Element greift die Form des vorigen auf und führt dieses in leichter Variation fort. Die sichtbaren Seitenflächen sind aus Dreiecken unterschiedlicher Größe und Neigung geformt und erinnern an geschliffene Edelsteine. Die matte Oberfläche und der dunkle Farbton schlucken einen großen Teil des Lichts, sodass die räumliche Wirkung reduziert wird und sich dem Betrachter eher ein flächiges Muster zeigt. Von den auftretenden Schattenwürfen zeigt sich das Auge irritiert und herausgefordert. Die Installation gewinnt ihre Wirkung aus dem Spiel von Reihung und Variation, von Überlagerung und Durchsicht, von Licht und Schatten und aus der räumlichen Präsenz. Durch die sanfte Variation der einzelnen, aufgereihten Elemente entsteht fast der Eindruck einer Bewegung, die die optische Schwere der massiven und hohen Stelen aufhebt.

 

Künstler/in

Peter Turpin wurde 1953 in London geboren. Ab 1972 studierte er dort Bildende Kunst an der Slade School of Fine Art. 1978 siedelte er nach Lübeck über, wo er bis heute lebt und arbeitet. 1987 erhielt er einen Lehrauftrag für Gestaltung und Zeichnen an der Fachhochschule Lübeck.

Galerie

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