Richard Luksch:
Jungfernsäule

Richard Luksch: Jungfernsäule (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Richard Luksch: Jungfernsäule (1932, Holz)
Jungfernstieg, U-Bahnhof U1 Jungfernstieg, 22767 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Als im Jahr 1932 der U-Bahnhof am Jungfernstieg erbaut wurde, stießen die Bauarbeiter auf mehrere alte Rammpfähle, welche zum 1250 erbauten Stauwehr des Alstermühlendammes gehörten, dem Vorläufer des späteren Jungfernstiegs. Professor Richard Luksch, der damals an der Hamburger Kunst- und Gewerbeschule (heute HFBK) lehrte, gestaltete einen der Pfähle als Geschenk für die Hansestadt zur Jungfernsäule. Sieben Jungfern als Symbole für die sieben Jahrhunderte, die der Pfahl damals bereits überdauerte, schmücken rundum in verschiedenen Höhen die Säule. Die Gestaltung jeder jungen Frau ist an ein bestimmtes Jahrhundert angelehnt, mal im mittelalterlichen Gewand, mal modern.

Text: jp

Person

Richard Luksch
Richard Luksch wurde am 23. Januar 1872 in Wien geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er ab 1894 an der Akademie der Bildenden Künste in München und fokussierte sich in dieser Zeit auf das Zeichnen und dann später auf die Malerei und die Bildhauerei. 1900 zog er dann zurück nach Wien, wo er 1904 in die Wiener Session eintrat, mit der er mehrfach zusammen ausstellte. In dieser Zeit schuf er Arbeiten u.a. für die Wiener Werkstätten (Ausstattung Palais Stoclet zusammen mit Carl Otto Czeschka) und erhielt öffentliche Aufträge u.a. für Prag, Brüssel, Augsburg und Darmstadt. 1905 verließ er die Wiener Secession und wurde 1907 an die Hamburger Kunst- und Gewerbeschule berufen, wo er ab 1910 als Professor für Entwurf und Bildhauerei lehrte. Der dem Jugendstil verbundene Künstler war u.a. Lehrer von Hans Martin Ruwoldt, Alwin Blaue, Martin Irwahn und Karl August Orth. Er war Mitglied des deutschen Künstlerbundes. 1920–1934 wirkte er intensiv bei den Künstlerfesten mit, aufgrund dessen er wegen NS-kritischer Aktivitäten vorzeitig aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Richard Luksch starb am 21. April 1936 in Hamburg und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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