Richard Luksch:
Mutter-Kind-Gruppe

Richard Luksch: Mutter-Kind-Gruppe (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Richard Luksch: Mutter-Kind-Gruppe (1912, Kalkstein)
HFBK, Mittelhalle, Lerchenfeld 2, 22081 Hamburg (Uhlenhorst)

Beschreibung

An der großen Mittelhalle der Hochschule für Bildende Künste steht in einer Nische eine Figurengruppe von Richard Luksch. Sie zeigt eine stehende Mutter, die von drei kleinen Kindern umgeben ist. Die Kinder, zwei Mädchen und ein Junge, schmiegen sich eng an die Mutter. Während die Frau ein langes, anliegendes Gewand trägt, sind die Kinder nackt. Formal ist die Figurengruppe zurückhaltend gestaltet. Die drei Kinder haben etwa die halbe Höhe der erwachsenen Frau, welche inmitten des Ringes steht. Die Gruppe erinnert damit an eine aufragende Blüte, die von den Blättern umgeben ist. Richard Luksch war zur Entstehungszeit als Professor an der Schule tätig, die damals noch die Hamburger Kunst- und Gewerbeschule war.

Text: jp

Künstler:in

Richard Luksch
Richard Luksch wurde am 23. Januar 1872 in Wien geboren. Nach seiner Schulzeit studierte er ab 1894 an der Akademie der Bildenden Künste in München und fokussierte sich in dieser Zeit auf das Zeichnen und dann später auf die Malerei und die Bildhauerei. 1900 zog er dann zurück nach Wien, wo er 1904 in die Wiener Session eintrat, mit der er mehrfach zusammen ausstellte. In dieser Zeit schuf er Arbeiten u.a. für die Wiener Werkstätten (Ausstattung Palais Stoclet zusammen mit Carl Otto Czeschka) und erhielt öffentliche Aufträge u.a. für Prag, Brüssel, Augsburg und Darmstadt. 1905 verließ er die Wiener Secession und wurde 1907 an die Hamburger Kunst und Gewerbeschule berufen, wo er ab 1910 als Professor für Entwurf und Bildhauerei lehrte. Der dem Jugendstil verbundene Künstler war u.a. Lehrer von Hans Martin Ruwoldt, Alwin Blaue, Martin Irwahn und Karl August Orth. Er war Mitglied des deutschen Künstlerbundes. 1920–1934 wirkte er intensiv bei den Künstlerfesten mit, aufgrund dessen er wegen NS-kritischer Aktivitäten vorzeitig aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Richard Luksch starb am 21. April 1936 in Hamburg und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf begraben.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)