Siegfried Assmann:
Altarfenster in St. Nicolai

Siegfried Assmann: Altarfenster (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Altarfenster (1965, Beton-Dallverglasung im Halbrund der Apsis)
Stadtkirche St. Nicolai, St. Nicolai-Straße 5, 25980 Westerland (Sylt)

Beschreibung

Im Halbrund der Apsis der Stadtkirche St. Nicolai befindet sich das leuchtstarke, dreiteilige Altarfenster von Siegfried Assmann. Kräftiges, gefärbtes Dallglas ist mosaikartig zu den Motiven »Sieg über den Drachen«, »Passion Jesu« und »Ostergeschichte« zusammengefügt. Farblich dominiert Rot, ergänzt durch Akzente aus blauen, gleben und farblosen Steinen. Die kräftigen Betonlinien betonen die Leuchtkraft der Fenster.

Text: jp

Person

Siegfried Assmann
Siegfried Johann Assmann wurde am 1. Februar 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg bei Theo Ortner (dessen Meisterklasse er später absolvierte), Willi Breest und Alfred Mahlau und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler für Kirchenfenster. Zusätzliche Aufträge zu kirchlichen Ausbauten u.a. auch mit Mahnmalen, Reliefs und Interieur ab den 1960er Jahren brachten ihn zur Bildhauerei. Dem Ehrenmal in Gudendorf/Ditmarschen folgten Mahnmale in Husum, Heide und Geesthacht sowie zahlreiche Bronzen für öffentliche und privat Bauten. Bei dem Bau seiner Segelyacht in GFK (glasfaser-verstärkter Kunststoff) kam ihm die Idee der Synthese aus Malerei und Bildhauerei. Ungewöhnliche, farbige Skulpturen entstanden in dem damals bewunderten neuen Material. In seiner Tätigkeit im Bereich der Plastik schuf er mehr als 1.000 Arbeiten mit figürlichen Mensch- oder Tier-Motiven sowie Arrangements von farbigen Kirchenfenstern in Schleswig-Holstein und Hamburg. Als ein Höhepunkt in seinem Werk gilt die umfangreiche Raumgestaltung im Kloster Nütschau. Siegfried Assmann lebte und arbeitete viele Jahre in Großhansdorf, wo er am 7. Juni 2021 verstarb.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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