Siegfried Assmann:
Flor

Siegfried Assmann: Flor, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Flor (1971, Glasfaser-Kunststoff)
Grundschule Kaltenkirchen, Marschweg 12, 24568 Kaltenkirchen

Beschreibung

Die Plastik „Flor“, die Siegfried Assmann zu Beginn der 1970er Jahre aus Kunststoff schuf, will eine Brücke zwischen der Malerei und der Bildhauerei schlagen. Zugrunde liegt eine pflanzliche Form (Blüte oder Frucht), die so weit reduziert, abstrahiert und überdimensioniert wurde, dass sie eine ganz eigene Kraft gewinnt und sich vom unmittelbaren Abbild löst. Statt einer naturgetreuen Darstellung stehen die weichen und fließenden Formen und die angedeuteten, pflanzlichen Strukturen im Mittelpunkt der Arbeit. Dass die Plastik bei Schülern und Lehrern meist als „Tomate“ bezeichnet wird, liegt von der Idee des Künstlers also gar nicht so weit entfernt. Das verwendete Material galt seinerzeit als wegweisend, denn es verband große Leuchtkraft und Gestaltungsspielraum mit dem Versprechen besonders langer Haltbarkeit.

Künstler/in

Siegfried Assmann wurde am 1. Februar 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg bei Theo Ortner, Willi Breest und Alfred Mahlau und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler für Kirchenfenster. Zusätzliche Aufträge zu kirchlichen Ausbauten u.a. auch mit Mahnmalen, Reliefs und Interieur ab den 1960er Jahren brachten ihn zur Bildhauerei. In seiner Tätigkeit im Bereich der Plastik schuf er bis heute mehr als 1.000 hauptsächlich figürliche Arbeiten mit Mensch- und Tiermotiven sowie Arrangements von farbigen Kirchenfenstern in Schleswig-Holstein und Hamburg. Siegfried Assmann lebt und arbeitet seit vielen Jahren in seinem Haus und Atelier in Großhansdorf.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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