Statius von Düren:
Bildnismedaillons

Statius von Düren: Bildnismedaillons (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Statius von Düren: Bildnismedaillons
(2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, Terrakotta)
Mengstraße 52, 23552 Lübeck

Beschreibung

Das rote Backsteingebäude in der Mengstraße 52 wird oberhalb des Türsturzes von fünf Terrakottaplatten geschmückt, die aus abgebrochenen Häusern stammen. Das mittlere Relief spielt an auf Worte aus dem biblischenEpheserbrief: In Epheser 6 wird auf die Waffenrüstung Gottes und den Schild des Glaubens verwiesen, um die feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Und so zeigt das Bildnis einen Ritter im Kampf gegen ein Ungeheuer, in der Hand ein Schwert, welches als Wort Gottes gekennzeichnet ist. Die vier übrigen Reliefs zeigen verschiedene, historisch anmutende Bildnismedaillons mit drei männlichen und einem weiblichen Kopf.

Künstler/in

Statius von Düren wurde gegen 1520 geboren und hat wohl in der Zeit von 1551 bis 1566 in Lübeck als Bildhauer und Ziegelbrenner gearbeitet. Er hatte eine Werkstatt vor den Toren Lübecks, die er zusammen mit dem Kaufmann Gerd Ruyter betrieb und finanzierte. Der Betrieb hatte sich u.a. auf die serielle Fertigung von Terrakottaelementen spezialisiert, die als Bauschmuck für Wohn- und Geschäftshäuser sowie Kirchen in Lübeck und anderen Städten in Mecklenburg, Vorpommern und Brandenburg zum Einsatz kamen. Qualität, Motive und Formen seiner kunsthandwerklichen Baukeramiken machten ihn über die Grenzen bekannt. Statius von Düren starb wohl vor 1570 in Lübeck.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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