Thomas Darboven:
Brahms-Kubus

Thomas Darboven: Brahms-Kubus (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Thomas Darboven: Brahms-Kubus (1981, roter Granit)
Dragonerstall / Musikhalle, 20355 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Den Platz vor dem Konzerthaus Laeiszhalle teilen sich gleich zwei Skulpturen zu Ehren des Komponisten Johannes Brahms (* 1833 in Hamburg, † 1897 in Wien): die bronzene Hommage an Brahms von Maria Pirwitz und der Kubus von Thomas Darboven aus rotem Granit. Der Kubus ist ein würfelförmiger Steinblock, der auf einem niedrigen Postament aus demselben Material ruht. Farblich harmoniert er mit der Fassade der Laeiszhalle, sodass der thematische Bezug verstärkt sichtbar wird. Alle vier Seitenflächen des Würfels sind mit Porträtreliefs des Künstlers versehen, die ihn zeitlich ansteigend in verschiedenen Lebensaltern zeigen, mal als jungen Mann, mal im mittleren Lebensalter, mal im hohen Alter. Dies entspricht dem über viele Jahrzehnte anhaltenden Ruhm des Komponisten. Gesäumt wird der gepflasterte Platz von niedrigen Sitzbänken, ebenfalls aus rotem Granit.

Text: jp

Künstler:in

Thomas Darboven
Thomas Darboven wurde am 2. Dezember 1936 in Hamburg geboren. Nach einer Tischlerlehre studierte er 1959–1967 Bildhauerei an der Berliner Hochschule für Bildende Künste bei Paul Dierkes (dessen Meisterschüler er war) und Hans Uhlmann. Ursprünglich galt seine künstlerische Motivation der abstrakten Kunst, die er in Arbeiten sowohl in Holz, Stein, Bronze und Aluminium fertigte. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg 1967 arbeitete er dort als freier Bildhauer und wurde Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler. Ab dieser Zeit war er auch aktiv mit Arbeiten für Kunst im öffentlichen Raum bzw. Kunst am Bau mit vielen Werken in Hamburg später dann vorzugsweise in Zusammenarbeit mit anderen Architekturvorhaben. In dieser Zeit entstanden auch zwei seiner figürlichen Arbeiten von Brahms und Schubert. Thomas Darboven lebt und arbeitet in Hamburg Nienstedten.

Text: hws

Galerie

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