Dagmar Schulze-Roß & Alfred Roß:
Altarfenster der Bugenhagenkirche

Alfred Roß und Dagmar Schulze-Roß: Altarfenster der Bugenhagenkirche (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Alfred Roß & Dagmar Schulze-Roß: Altarfenster der Bugenhagenkirche Kiel
(Glasfenster, 12 m hoch, 1960/1961)
Bugenhagenkirche, Lütjenburger Straße 7, 24148 Kiel (Ellerbek)

Beschreibung

Die Bugenhagengemeinde in Kiel-Ellerbek entsteht 1953 aus der Teilung der Wellingdorfer und der Ellerbeker Kirchengemeinde. 1960/61 wird durch die Architekten Barbara und Wolfgang Vogt die neue Kirche gebaut, deren wichtigstes Merkmal das große Altarfenster über die gesamte Raumhöhe von 12 Metern ist. Das Künstlerehepar Alfred Roß und Dagmar Schulze-Roß erhält den Auftrag für die Gestaltung des Fensters und setzt hier in Abstimmung mit den Architekten erstmals die Technik der Dallbeton-Verglasung ein. In der abstrakten, vielfarbigen Gestaltung hebt sich als zentrales Element das Kreuz ab. Auch die Zeichen Alpha und Omega (Offb. 22,13) lassen sich im Rahmenkreuz entdecken.

Künstler/in

Alfred Roß wurde am 18. Juni 1927 in Essen geboren. 1942 begann er dort ein Volontariat im Bühnenbild des Theaters und ein Studium an der Folkwangschule. Ab 1950 studierte er bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Ab 1957 hatte er zahlreiche Aufträge im Bereich der „Kunst am Bau“, z.T. zusammen mit seiner Frau Dagmar Schulze-Roß: Blei- und Dallglasfenster in Kirchen, Schlifffenster und Mosaike im Profanbau. Er lebte und arbeitete ab 1960 in Kiel, dann 1989–2000 in Essen, wo er seine intensivste malerische Schaffenszeit hatte („Labyrinthe“). Am 8. Februar 2007 starb er in Kiel. Seine Arbeiten sind vertreten in den Sammlungen des Landesmuseums Schloss Gottorf, der Stadtgalerie Kiel und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

Dagmar Schulze-Roß wurde 1926 in Eisenach geboren. Ab 1947 studierte sie Malerei, zunächst an der Muthesius-Werkkunstschule Kiel bei Werner Lange, danach bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Seit 1954 hatte sie über 40 Aufträge im Bereich der Kunst am Bau, insbesondere für die Gestaltung von Kirchenfenstern. 1976 erhielt sie den Hebbel-Preis. Sie lebte und arbeitete seit 1960 in Kiel, wo sie 2012 gestorben ist.

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Galerie

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