Arthur Bock:
Hockende

Arthur Bock: Kauernde (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Arthur Bock: Hockende / Kauernde (1926, Marmor)
Hessepark, 22587 Hamburg (Blankenese)

Beschreibung

Die Hockende von Arthur Bock im Blankeneser Hessepark wird auch „Kleine Elbjungfrau“ genannt. Anders als ihre berühmte, sehnsüchtig schauende Schwester in Kopenhagen mit dem ähnlich klingenden Namen, ist sie stark in sich gekehrt. Sie hockt auf ihrem niedrigen Sockel und hat Kopf und Arme auf das Knie gelegt. Zu den Besuchern des Parks nimmt sie keinen Kontakt auf, stattdessen gibt sie sich ihrer Wehmut und ihren Gedanken hin. Die Schönheit der Skulptur entsteht aus den eng und konzentriert am Körper gehaltenen Gliedern, wodurch ein feines Linienspiel entsteht. Die für die Augen ungewohnte Frontalansicht nimmt den Blick gefangen und zieht ihn ins Innere, zum Herzen der jungen Frau.

Künstler/in

Arthur Bock wurde am 12. Mai 1875 in Leipzig geboren. 1894–1897 war er an der Kunstgewerbeschule in Dresden sowie 1897–1900 an der Königlichen Akademie in Berlin. Ab 1903 wirkte er für 40 Jahre als Kunstprofessor in Hamburg und lehrte an der privaten Malschule von Gerda Koppel. Er war Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832. Ab 1905 beteiligte er sich an Gemeinschaftsausstellungen u. a. in Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Sein künstlerisches Werk (Plastiken, Grab- und Denkmale) ist u. a. in Lausanne (Schweiz) sowie vielen deutschen Städten wie Köln, Marburg, Kassel und Kiel zu finden. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten aber liegt in der Innenstadt von Hamburg bzw. auf dem Friedhof Ohlsdorf, wo man heute mehr als 50 Arbeiten sehen kann. Seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil hin zu verherrlichenden Darstellungen nahmen dabei die Vorbilder der späteren NS-Kunst bereits vorweg. Arthur Bock starb am 26. Oktober 1957 in Ettlingen.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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