Barbara Haeger:
Weiblicher Akt

Barbara Haeger: Weiblicher Akt (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Barbara Haeger: Weiblicher Akt (1957, Bronze)
Lüttkamp / Elbgaustraße, 22547 Hamburg (Lurup)

Beschreibung

Auf einer Rasenfläche am Lüttkamp steht Barbara Haegers Bronzeplastik einer jungen Sonnenanbeterin: Die aufrecht stehende Frau hat beide Arme hinter dem Kopf verschränkt und wendet sich der Sonne zu. Die Darstellung der Frau ist stark stilisiert und unterstreicht das Spannungsverhältnis, welches sich auch den Linien des Körpers ergibt. Der Oberkörper ist leicht eingedreht und der Wechsel aus sanfte Bögen und scharfen Graten kennzeichnet die Form. Die Oberfläche ist lebhaft strukturiert, doch die Details wie das Gesicht sind stark zurückgenommen. Die Figur stahlt eine entspannte Lebensfreude aus.

Künstler/in

Barbara Haeger wurde 1919 in Loslau (Schlesien), heute Wodzisław Śląski, Polen geboren. Sie studierte Bildhauerei 1938–1939 an der Städelschule in Frankfurt am Main, 1939–1941 an der Akademie Dresden, 1941–1943 an der Akademie Berlin und 1948–1949 an der Landeskunstschule Hamburg (bei Edwin Scharff). Danach hatte sie abwechselnd Ateliers in verschiedensten Städten: 1953 in Hamburg, ab 1965 in Paris, ab 1970 in New York und ab 1980 wieder in Hamburg. Sie stellte u. a. in Hamburg, München, Paris, London, New York, Mexiko, Santa Cruz und Dar es Salaam aus und gab in verschiedenen Ländern Workshops zur Bildhauerei. Unter dem Titel „Zerstörung der Form“ machte sie mit ihren Bronzefiguren die Zerstörung der Menschengestalt und Menschenwürde zu ihrem künstlerischen Thema nach den Weltkriegen. Und auch deshalb vermied sie eine Positionierung ihrer Arbeiten vor der Architektur des Wiederaufbaus den Symbolen einer sich wieder aufstrebend entwickelnden Gesellschaft. Barbara Haeger beschäftigte sich auch als engagierte Schriftstellerin und als Schmuckgestalterin. Sie starb im Juni 2004 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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