Ben Siebenrock:
Bohrkrone

Ben Siebenrock: Bohrkrone (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Ben Siebenrock: Bohrkrone (2017, Eisen)
Präsidium der Fachhochschule Kiel, Sokratesplatz, 24149 Kiel

Beschreibung

In Sichtweite der Fachhochschule wurde 2001 im Kieler Ostuferhafen der ehemalige U-Boot-Bunker Kilian gesprengt, um Platz für den Ausbau des Hafens zu schaffen. Die Ruine des Bunkers diente über viele Jahrzehnte als Mahnmal. Für die endgültige Sprengung wurden über 60 Löcher in den Beton gebohrt und mit Sprengstoff gefüllt. Ben Siebenrock wählte für sein Kunstwerk acht der verwendeten Bohrkronen, die alle deutliche Spuren der Arbeit zeigen und individuell abgenutzt sind. Er ordnete die acht Kronen kreisförmig auf einer hohen Unterbaukonstruktion an und schuf damit ein Werk, das selbst wieder an eine Krone mit unregelmäßigen Zacken erinnert. Das Kunstwerk befindet sich seit 2017 in der Sammlung CampusKunst-D der Fachhochschule und steht im Treppenhaus des Präsidiums. Dort kann es während des regulären Geschäftsbetriebs besichtigt werden.

Künstler:in

Ben Siebenrock wurde am 12. November 1951 in Marbach am Neckar geboren. 1972–1977 studierte er an der Fachhochschule für Gestaltung in Kiel bei Jan Koblasa, anschließend 1978–1983 an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig bei Emil Cimiotti und war im Abschlussjahr sein Meisterschüler. 1978 arbeitete er mit Siegfried Neuenhausen am Projekt „Bremen-Oslebshausen“ (JVA), war 1980–1981 Leiter der ständigen Bildhauerwerkstatt in der JVA, Bremen-Oslebshausen. Sein Arbeitsgebiet umfasst Bildhauerei, Malerei, Grafik, Zeichnung, Landart, Keramische Objekte für den Innen- und Außenbereich, Skulpturen aus Naturstein, Holz oder Fundstücken u.v.m. Seit 1982 arbeitete er in seinem Atelier im Langseehof in Kiel. Etwa 30 Arbeiten von Ben Siebenrock finden sich im öffentlichen Raum. Mit dem 5,5 m hohen Lichtblick wurde im Frühjahr 2008 der Grundstein für den Steinpark Warder gesetzt, in dem bislang etwa 20 große Skulpturen zu sehen sind. Er starb am 2. Mai 2018 in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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