Dagmar Schulze-Roß & Alfred Roß:
Buntglasfenster St. Marien

Dagmar Schulze-Roß & Alfred Roß: Buntglasfenster St. Marien (Foto: Dr. Bernd Brandes-Druba, 2019)

Daten zum Werk

Dagmar Schulze-Roß & Alfred Roß: Buntglasfenster St. Marien
(Zwei Fenster in Dall-Betonverglasung, 1963)
St. Marien-Kirche Sandesneben, Altes Dorf 4, 23898 Sandesneben

Beschreibung

Die St.-Marien-Kirche in Sandesneben ist ein Bauwerk aus dem frühen 14. Jahrhundert, dessen neugotischer Kirchturm 1906 nach einem Brand neu gebaut wurde. Als Ende der 1950er bis zum Beginn der 1960er Jahre der Innenraum modernisiert wird, gestalten Dagmar Schulze-Roß und Alfred Roß die beiden Fenster hinter dem Altar und an der rechten Seitenwand. Im Fenster an der Altarwand greift Alfred Roß die Form des Kreuzes auf, das zweite Fenster gestaltet Dagmar Schulze-Roß. Die Gestaltung beider Fenster setzen sie in harmonisch ausbalancierten Farbflächen mit kräftigen Trennlinien um. Hierfür werden dicke Dallglasstücke mit Beton vergossen.

Künstler/in

Alfred Roß wurde am 18. Juni 1927 in Essen geboren. 1942 begann er dort ein Volontariat im Bühnenbild des Theaters und ein Studium an der Folkwangschule. Ab 1950 studierte er bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Ab 1957 hatte er zahlreiche Aufträge im Bereich der „Kunst am Bau“, z.T. zusammen mit seiner Frau Dagmar Schulze-Roß: Blei- und Dallglasfenster in Kirchen, Schlifffenster und Mosaike im Profanbau. Er lebte und arbeitete ab 1960 in Kiel, dann 1989–2000 in Essen, wo er seine intensivste malerische Schaffenszeit hatte („Labyrinthe“). Am 8. Februar 2007 starb er in Kiel. Seine Arbeiten sind vertreten in den Sammlungen des Landesmuseums Schloss Gottorf, der Stadtgalerie Kiel und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

Dagmar Schulze-Roß wurde 1926 in Eisenach geboren. Ab 1947 studierte sie Malerei, zunächst an der Muthesius-Werkkunstschule Kiel bei Werner Lange, danach bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Seit 1954 hatte sie über 40 Aufträge im Bereich der Kunst am Bau, insbesondere für die Gestaltung von Kirchenfenstern. 1976 erhielt sie den Hebbel-Preis. 1960 zog sie mit Alfred Roß nach Kiel, wo sie ihn drei Jahre später auch heiratete. Teilweise führten sie gemeinsame Aufträge aus. Dagmar Schulze-Roß blieb bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2012 in Kiel künstlerisch tätig. Den künstlerischen Nachlass verwaltet ihre Tochter Dr. Anja Ross.

Galerie

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