Dagmar Schulze-Roß:
Pauluskirchenfenster

Dagmar Schulze-Roß: Pauluskirchenfenster (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Dagmar Schulze-Roß: Pauluskirchenfenster (1957/58, Bleiverglasung)
Pauluskirche, Niemannsweg 16, 24105 Kiel

Beschreibung

In der Kieler Pauluskirche strahlen oberhalb des Altars drei große, farbprächtige Glasfenster, gestiftet nach dem Zweiten Weltkrieg vom Kaufmann Hermann Langneß. Den Auftrag zur Gestaltung erhält die Malerin Dagmar Schulze-Roß, die bildhaft die Paulusworte „Glaube, Liebe, Hoffnung“ (1. Kor. 13,13) umsetzt. In Vierergruppen verteilen sich die zwölf Apostel auf die drei Fenster. Das linke Fenster in warmen Blautönen ist den „Glaubenden“ gewidmet, die auf einem stilisierten Schiff stehen, im runden Fenster über sich einen Fisch als Symbol für den Glauben. Das Fenster in der Mitte für die „Liebenden“ ist in Rottönen gehalten und zeigt im Rundfenster das christliche Lamm. Das rechte, dritte Fenster in grünlicher Farbstimmung stellt die Hoffnung dar. Diese Vierergruppe erscheint wie tanzend und wendet sich zur Taube im runden Fenster.

Text: jp

Künstler:in

Dagmar Schulze-Roß
Dagmar Schulze-Roß wurde 1926 in Eisenach geboren. Ab 1947 studierte sie Malerei, zunächst an der Muthesius-Werkkunstschule Kiel bei Werner Lange, danach bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart. Seit 1954 hatte sie über 40 Aufträge im Bereich der Kunst am Bau, insbesondere für die Gestaltung von Kirchenfenstern. 1976 erhielt sie den Hebbel-Preis. 1960 zog sie mit Alfred Roß nach Kiel, wo sie ihn drei Jahre später auch heiratete. Teilweise führten sie gemeinsame Aufträge aus. Dagmar Schulze-Roß blieb bis kurz vor ihrem Tod im Jahr 2012 in Kiel künstlerisch tätig. Den künstlerischen Nachlass verwaltet ihre Tochter Dr. Anja Ross.

Text: jp

Galerie

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