Ernst Witt:
Farbenspiele

Ernst Witt: Farbenspiele (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Ernst Witt: Farbenspiele (1958, 2 Wandarbeiten, glasierte Keramik)
Bildungshaus Eimsbüttel, Bindfeldweg 37, 22459 Hamburg (Niendorf)

Beschreibung

Am Bildungshaus Eimsbüttel finden sich zwei keramische Wandarbeiten von Ernst Witt. Es handelt sich um ungegenständliche, mosaikartige Kompositionen aus glasierten Elementen, in denen vor allem das harmonische Zusammenspiel und die Gliederung der Bildflächen im Vordergrund stehen. Die beiden Arbeiten in gemauerte Trennwände aus rotem Backstein eingelassen.

Text: jp

Person

Ernst Witt
Ernst Witt wurde am 1. Novemver 1901 in Altona geboren. 1919-23 besuchte er die Kunstgewerbeschule Hamburg bei Arthur Illies und Julius Wohlers. 1920 trat er der neu gegründeten Hamburgischen Künstlerschaft bei. Ab 1923 lebte er freischaffend in Hamburg. Er führte verschiedene Studienreisen durch, darunter 1924 nach Italien und 1932 nach Paris, Spanien und Marokko. Er war Mitglied der KPD und erstellte auch politische Plakate. 1937 wurden zwei Bilder von ihm beschlagnahmt, er selbst 1938 kurzzeitig inhaftiert. 1939 bezog er ein Atelier im Ohlendorffhaus, welches 1943 im Krieg zerstört wurde. Nach dem Krieg trat er dem Deutschen Künstlerbund bei und war 1945 Mitbegründer der „Gruppe von 1945“ sowie 1946 des „Baukreises“. Sein malerisches Frühwerk war expressiv, ab 1955 wandte er sich der Abstraktion zu. In Hamburg fertigte er als Kunst am Bau verschiedene Glasfriese, Fenster, Wandbilder und ähnliches. Ernst Witt starb am 10. April 1977 in Hamburg.

Text: jp

Galerie

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