Georg Weiland:
Roland

Georg Weiland: Roland (Foto: KUNST@SH/Helmut W. Schiffler, 2018)

Daten zum Werk

Georg Weiland: Roland (Betonguss an Fassade, 1975, Höhe ca. 2,75 m)
Königlich privilegierte Roland-Apotheke, Maienbeeck 6, 24576 Bad Bramstedt

Beschreibung

Die steinerne Rolandfigur vor dem Schloß ist bis heute das Wahrzeichen von Bad Bramstedt. Auch die „Königlich privilegierte Roland-Apotheke“ nimmt Bezug auf den Schutzpatron und präsentiert ihn stolz in ihrem Namen und an ihrer Fassade. Dort ist seit 1975 ein Relief des Bildhauers Georg Weiland eingelassen, das eine leicht stilisierte Version des Roland zeigt – genau wie das ältere Standbild mit Rüstung, Schild und erhobenem Schwert. Doch im Gegensatz zum eher filigranen Darstellung im Standbild wirkt die Figur an der Fassade deutlich kompakter: Beine, Arme, Schild und Schwert sind eng am Körper platziert und verleihen dem Bild eine moderne und blockhafte Ausstrahlung. Auffällig ist in diesem Zusammenhang der mächtige Helm, der die Form des Blockes aufnimmt und unterstreicht. Die gesamte Ausführung ist deutlich stärker grafisch angelegt als bei der eng am Vorbild der Natur bleibenden Standfigur auf dem Bleek.

Künstler/in

Georg Weiland wurde 1928 in Blowatz bei Wismar geboren. Er war Schüler des Lübecker Grafikers und Bildhauers Walther Jahn. 1953 begann er ein Studium der Freien Grafik und Keramik (Plastik, Malerei und Grafik) an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg in der Klasse für Freie Grafik, Illustration und Entwurf von Alfred Mahlau und der Keramikklasse von Otto Lindig. Bekannt wurde er für seine Beton- und Bronzereliefs u. a. auch im öffentlichen Raum in Bad Bramstedt und Lübeck. Als Maler und Bildhauer arbeitete er ab 1958 in Lübeck, ab 1967 in Reinfeld. 1977–79 lehrte er plastisches und bildhauerisches Gestalten an der Muthesiusschule in Kiel. Aus gesundheitlichen Gründen gab er Anfang der 1980er Jahre seine künstlerische Tätigkeit auf. Georg Weiland starb 1999 in Reinfeld.

Galerie

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