Günter Ferdinand Ris:
Lichtpfeiler

Günter Ferdinand Ris: Lichtpfeiler (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Günter Ferdinand Ris: Lichtpfeiler (1987/88, Edelstahl, 45 x 300 cm)
Jobcenter, Norderstraße 103, 20097 Hamburg (St. Georg)

Beschreibung

Der Lichtpfeiler von G. F. Ris auf dem Vorplatz des Jobcenters ist zunächst eine schlanke Säule, die vertikal in fünf Segmente gegliedert ist. Das obere, mittlere und untere Segment haben eine geschlossene, matt glänzende Oberfläche, während die beiden übrigen Segmente sich aus mehreren Elementen zusammensetzen. Das Tageslicht sorgt für eine lebhafte Verteilung von Licht und Schatten, doch das wahre Innenleben offenbart sich in der Dämmerung. Denn dann leuchtet der Pfeiler sanft von innen heraus, ohne dass die Lichtquellen unmittelbar sichtbar sind. So tritt das Licht durch verschiedene Reflexionen nach außen. Günter Ferdinand Ris gestaltete den Lichtpfeiler im Hof gemeinsam mit einer mehr als acht Meter breiten, vertikal gegliederten Lichtwand im Innenraum als Kunst am Bau für das Arbeitsamt.

Text: jp

Person

Günter Ferdinand Ris
Günter Ferdinand Ris (G. F. Ris) wurde am 16. Mai 1928 in Leverkusen geboren. 1947–1951 studierte er in Karlsruhe, Düsseldorf und Freiburg im Breisgau. Seit 1952 arbeitete er als Porträtmaler, Typograf und Werbeberater. 1955 hatte er eine erste Einzelausstellung im Schloss Morsbroich, 1957 erhielt er ein Stipendium des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie BDI. Seit 1960 war er als Bildhauer tätig, hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter u.a. auf der documenta 1959 und 1964 in Kassel, der Biennale in Venedig 1966 und der Weltausstellung Expo '70 in Osaka. 1963 erhielt er den Villa Romana Preis in Florenz. Viele seiner ungegenständlichen Arbeiten spielen mit dem Verhältnis von Fläche und Raum, sowie der dynamischen Wirkung des Lichts. Er hatte Kunst-am-Bau-Aufträge für zahlreiche Bundesbehörden. Günter Ferdinand Ris starb am 15. Mai 2005 in Darmstadt.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: jp

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)