Hans Kock:
Turmkreuz

Hans Kock: Turmkreuz (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Hans Kock: Turmkreuz (1983, Aluminium)
Kreuzkirche, Billrothstraße 2, 23562 Lübeck

Beschreibung

Die Kreuzkirche in Lübeck-St. Jürgen wurde 1969-71 nach den Plänen des Hamburger Architekten Friedhelm Grundmann als modernes Betonbauwerk in außergewöhnlicher Formensprache erbaut. Seit 1983 wird der Turm der Kirche durch ein Kreuz bekrönt, das Hans Kock in ebenfalls ungewöhnlicher Formensprache gestaltete. Eine Besonderheit ist, dass es durch die plastische Ausformung aus jeder Perspektive als Kreuz erkennbar ist. Zur Formensprache des Künstlers gehört es, Körper aus geometrischen Teilformen zusammenzufügen, sodass ein organisch gewachsener Eindruck entsteht.

Text: jp

Person

Hans Kock
Hans Kock wurde am 27. Dezember 1920 in Kiel geboren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges studierte er in Braunschweig zunächst Architektur, wechselte dann zur Bildhauerei. An der Landeskunstschule in Hamburg wurde er Meisterschüler und später Mitarbeiter von Gerhard Marcks. Ab 1953 war Hans Kock als freischaffender Künstler in Hamburg und auf Gut Seekamp in Kiel tätig. Er erhielt 1962 den Villa-Romana-Preis und nahm unter anderem an der documenta III (1964) in Kassel und den Weltausstellungen in Montréal (1967) und Osaka (1970) teil. 1955 erhielt er den Förderpreis der Lichtwark-Gesellschaft, 1969 den Edwin-Scharff Preis, beide verliehen durch den Hamburger Senat und 1972 den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit seiner Frau baute er ab 1990 Gut Seekamp zu einem Skulpturenpark und Kunstraum aus. 2004 war er Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Kiel. Am 10. September 2007 starb Hans Kock in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)