Hans Martin Ruwoldt:
Sich leckender Gepard

Hans Martin Ruwoldt: Sich leckender Gepard, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Hans Martin Ruwoldt: Sich leckender Gepard (Bronze, ca. 1949).
Stadtpark Rendsburg, Am Stadtsee, 24768 Rendsburg.

Beschreibung

In der weitläufigen Grünanlage des Rendsburger Stadtparks findet sich die Bronzeplastik eines sich leckenden Gepards. Der Künstler, Hans Martin Ruwoldt, wandte sich nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem der Darstellung von Tieren zu, mal dicht am Vorbild der Natur, mal stärker abstrahiert. Die Darstellung eines Gepards bei der Körperpflege existiert in verschiedenen Varianten, z.B. in Nortorf und in Hamburg. Allen drei Darstellungen ist gemein, dass das Tier zwar sehr naturnah gestaltet ist, aber durch die Körperhaltung dennoch eine leicht abstrahierte Wirkung entfaltet. Denn die Silhouette des Tieres mit dem gesenkten Kopf deckt sich nur zum Teil mit dem im Gedächtnis gespeicherten Bild des Tieres, sodass das Gehirn den Eindruck erst einmal entschlüsseln muss. Ähnlich sieht es mit Ruwoldts Plastik Affenbaum aus, die ebenfalls im Stadtpark zu finden ist.

Künstler/in

Hans Martin Ruwoldt wurde am 15. Februar 1891 in Hamburg geboren. 1906–1909 machte er eine Bildhauerlehre in Rostock. 1911–1914 studierte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg in der Bildhauerklasse von Martin Luksch. Ab 1922 arbeitete er im eigenen Atelier in Hamburg und führte zahlreiche Aufträge für Hamburger Bauten und Anlagen aus. 1928 trat er in die Hamburger Secession ein. Während der Zeit des Dritten Reiches wurden seine abstrakten Werke nicht mehr geduldet, so dass er in dieser Zeit seine Auftragsskulpturen vorwiegend gegenständlich gestaltete. Raubtiere wie Panther, Tiger und Adler waren häufige Motive. In der Nachkriegszeit war er 1955–1959 Leiter der Bildhauerklasse an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Hans Martin Ruwoldt starb am 18. Oktober 1969 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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