Karin Hertz:
Bockspringer

Karin Hertz: Bockspringer (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Karin Hertz: Bockspringer (1970, Bronze)
Liebermannstraße 12, 22605 Hamburg (Othmarschen)

Beschreibung

Auf einer kleinen Grünfläche am Rande der Liebermannstraße sind zwei muntere Jungen beim Bockspringen zu sehen. Die Bronzeplastik von Karin Hertz fängt den Augenblick des Sprunges ein, als der Springende gerade mit vollem Schwung über den nach vorn gebeugten, zweiten Jungen fliegt. Die Darstellung der beiden Figuren ist konzentriert und reduziert, um die dynamische Bewegung einzufangen. Waagerechte, senkrechte und diagonale Linien gliedern das Bild. Während die stehende Figur mit ihren durchgedrückten Beinen und dem nach vorne gestreckten Rücken ruhig und fest ausbalanciert ist, ist die Haltung der springenden Figur mit ihren spitzen Winkeln energiegeladen und strebt kraftvoll nach vorn.

Künstler/in

Karin Hertz wurde am 26. Juli 1921 in Hamburg geboren. Zusammen mit ihrer Mutter und der älteren Schwester zog sie 1929 zu Verwandten nach Kitzeberg an der Kieler Förde. In München begann sie zunächst eine Ausbildung bei der freischaffenden Künstlerin Maria Weber und besuchte dann 1940–1944 die Bildhauerklasse der Akademie der Bildenden Künste. Seit 1951 lebt und arbeitet sie in Hamburg. Viele Jahre lang hatte sie außerdem noch ein Atelier in Möltenort. Neben Bildnisbüsten und Kleinplastiken stehen viele ihrer Skulpturen im öffentlichen Raum vor allem in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Ihre Menschendarstellungen erscheinen stets realistisch, doch sind alle Körperhaltungen und Stellungen der Gliedmaßen stilisiert und genauestens komponiert. Harmonie und Spannung sollen eine Synthese ergeben. Harin Hertz starb am 10. August 2017 im Alter von 96 Jahren in Hamburg.

Galerie

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