Karl Garbers:
Denkmal für Otto von Bismarck

Karl Garbers: Denkmal für Otto von Bismarck (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Karl Garbers: Denkmal für Otto von Bismarck
(1906, Bronze, Granit)
Schlossgarten, Bergedorfer Schloßstraße 4, 21029 Hamburg (Bergedorf)

Beschreibung

Das Bergedorfer Denkmal für den Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898) steht heute im Schlossgarten. Im Jahr 1906 wurde es auf der Kreuzung Reinbeker Weg und Grasredder eingeweiht und später aus verkehrtstechnischen Gründen umgesetzt. Es besteht aus massivem Stein mit einem Bronzemedaillon, welches das Porträt in seitlicher Ansicht zeigt. Eine große Granitplatte lagert auf drei sich nach oben verjüngenden, mächtigen Säulen, wodurch das Denkmal Ähnlichkeit zu steinzeitlichen Grabstätten aufweist. Die untere Platte trägt die eingemeißtelte Inschrift „Ihrem großen Nachbarn dankbare Bürger Bergedorfs. In Trinitate Robur.“ Das Wappen der Familie Bismarck trägt diesen Spruch „In Trinitate Robur“ (In der Dreieinigkeit liegt die Kraft.) und zeigt einen dreiblättrigen Klee. Das Bergedorfer Denkmal mit seinen drei Säulen greift diese Dreieinigkeit auf.

Text: jp

Person

Karl Garbers
Karl Georg Ludwig Garbers wurde am 11. Mai 1864 in Hamburg geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule in Hamburg und ab 1891 an der Akademie der Bildenden Künste in Dresden. Ein Stipendium ermöglichte ihm ab 1895 eine dreijährige Studienreise nach Paris, die er anfangs zusammen mit Ernst Barlach durchführte. Gemeinsam mit Barlach führte er verschiedene Aufträge in Hamburg und Altona aus. In Hamburg war er u.a. 1901–1908 als Lehrer an der Kunstgewerbeschule tätig. Seit 1911 war er Mitglied des Hamburger Kunstvereins. Karl Garbers starb am 28. Juli 1943 bei einem Bombenangriff in Hamburg. Er wurde mit seiner Frau in der Bombenopfer-Sammelgrabanlage der Kriegsgräberstätte Bombenopfer auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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