Kurt Bauer:
Blumenpflückerin

Kurt Bauer: Blumenpflückerin (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Kurt Bauer: Blumenpflückerin (1966, Bronze)
Legienstraße / Everlingweg, 22119 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Kurt Bauer war überwiegend als Tierplastiker tätig und fertigte eine große Reihe von Haus- und Wildtieren. Menschen waren nur selten das Thema seiner Arbeiten, so wie die Blumenpflückerin vor einer Wohnanlage in Billstedt. Die Frau hockt mit gesenktem Kopf auf einem niedrigen Schemel und streckt die Hand aus, um Blumen zu pflücken oder Unkraut zu rupfen. Sie ist ganz in die Arbeit versunken und macht einen konzentrierten Eindruck. Konzentriert ist auch die Körperform, die durch die hockende Position stark zusammengezogen ist und so eine große Ruhe und Geschlossenheit ausstrahlt. Die Oberfläche ist klar und geglättet. Der Sockel wurde erst später ergänzt, urspünglich hockte die Frau direkt auf dem Boden.

Text: jp

Person

Kurt Bauer
Kurt Bauer wurde am 18. Februar 1906 in Hamburg geboren. Nach einer landwirtschaftlichen und kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit absolvierte er eine Ausbildung zum Keramiker in einer Werkstatt im Unterwesterwald. 1931–1935 hatte er eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld, der späteren Hochschule für bildende Künste Hamburg, bei Richard Luksch und Johann Michael Bossard. Hier wurde er vorzeitig wegen kritischer Äußerungen zum Nationalsozialismus entlassen und auch für Wettbewerbe nicht mehr berücksichtigt. 1946 war er Mitbegründer der Werkstattgemeinschaft „Baukreis“, deren Präsident er bis 1951 war. Zu seinen Schülern zählte Ulrich Beier. Seit 1936 erhielt er Aufträge im Rahmen des Programms „Kunst am Bau“, mehrheitlich in Hamburg, und schuf ab 1950 mehr als 70 Tierplastiken für Schulen, Parks und Spielplätze. Stilistisch in der Nachfolge von August Gaul und Hans Ruwoldt, gehörten Tier- und Menschenfiguren, oftmals leicht abstrahiert, in Keramik, Kunst- und Naturstein sowie in Bronze zu seinen bevorzugten Themen. Kurt Bauer starb am 28. Oktober 1981 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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