Siegfried Assmann:
Ikarus

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Ikarus, (Bronze, 1967).
Grundschule Suchsdorf, Schulweg 5 / Eckernförder Straße, 24107 Kiel.

Beschreibung

Über einem gemauerten Becken vor der Grundschule Suchsdorf ist eine stürzende Figur in abstrakter Formensprache zu sehen. Bildhauer Siegfried Assmann stellt damit „Ikarus“ dar, eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Dieser Ikarus wollte mit selbst gebauten Flügeln den Himmel erobern, stürzte aber jäh ab, als er der Sonne zu nah kam.

Der Körper des vom Himmel ins Wasser stürzenden Mannes ist stark abstrahiert und unterstreicht damit die dynamische Bewegung. Schrägen und Diagonalen bestimmen die Form, die nicht aus jeder Richtung auf Anhieb als eine menschliche Figur zu erkennen ist. Die umgeschnallten, künstlichen Flügel sind beschädigt und können ihren Zweck nicht mehr erfüllen. Die ganze Figur strahlt durch die zerklüftete, unregelmäßige Form eine große Dramatik aus.

Ursprünglich war das gemauerte Becken unterhalb der Figur mit Wasser gefüllt, in dem sich die Figur spiegelte, und das auch inhaltlich Bezug nahm auf den Mythos.

Künstler/in

Siegfried Assmann wurde 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg bei Theo Ortner, Willi Breest und Alfred Mahlau und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler für Kirchenfenster. Zusätzliche Aufträge zu kirchlichen Ausbauten u.a. auch mit Mahnmalen, Reliefs und Interieur ab den 1960er Jahren brachten ihn zur Bildhauerei. In seiner Tätigkeit im Bereich der Plastik schuf er bis heute mehr als 1.000 hauptsächlich figürliche Arbeiten mit Mensch- und Tiermotiven sowie Arrangements von farbigen Kirchenfenstern in Schleswig-Holstein und Hamburg. Siegfried Assmann lebt und arbeitet seit vielen Jahren in seinem Haus und Atelier in Großhansdorf.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

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Galerie

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