Willi Schwinghammer:
Denkmal für die Kriegsheimkehrer

Wilhelm Joh. (Willi) Schwinghammer: Denkmal für die Kriegsheimkehrer, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Wilhelm Joh. (Willi) Schwinghammer: Denkmal für die Kriegsheimkehrer (1952)
Südermarkt / St. Jürgen Kirche, 25746 Heide/Dithmarschen

Beschreibung

Nichts Heldenhaftes ist an ihm. Eingefallen wirkt das Gesicht, abgemagert der Körper, zerrissen die Kleidung. Die Figur zeigt deutlich, welche Leiden dieser Mann – stellvertretend für andere Kriegsgefangene – hinter sich hat. Das Denkmal für die Heimkehrer vor der St. Jürgen Kirche wurde 2003 saniert. Ein weiteres Heimkehrerdenkmal von Willi Schwinghammer steht in Meldorf.

Das Modell für das Denkmal war Otto Mittag, der damals in derselben Straße wohnte wie Willi Schwinghammer.

Künstler/in

Wilhelm Joh. („Willi“) Schwinghammer wurde am 27. Mai 1908 in Heide/Dithmarschen geboren. 1934–1936 besuchte er die Nordische Kunsthochschule in Bremen bei Hans Gross und Ernst Gorsemann für Bildhauerei und Keramik, um seine Ausbildung 1937–1938 mit einem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Kurt Wehlte (Maltechniken) und Arno Breker (Bildhauerei) abzuschließen. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er in Heide und wurde im regionalen Umfeld durch figürliche Skulpturen im öffentlichen Raum bekannt. Dabei spielten Motive von Kriegsgefangenen und Kriegsheimkehrern eine wesentliche Rolle. In seinen letzten Lebensjahren arbeitete er als handwerklicher Maler bei der Stadt, um parallel auf seine Kunstmalerei mit Themen von Landschaft und heimatlichen Motiven zurückkommen zu können. Willi Schwinghammer starb am 10. Februar 1983 in Heide.

Galerie

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