Barbara-Kathrin Möbius & Hildegund Schuster:
Frauen zur See – Seefrauen einst und jetzt

Barbara-Kathrin Möbius & Hildegund Schuster: Frauen zur See – Seefrauen einst und jetzt (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Barbara-Kathrin Möbius & Hildegund Schuster: Frauen zur See – Seefrauen einst und jetzt (Wandbild, 2011)
FrauenFreiluftGalerie, Pumpwerk Nr. 69, Neumühlen 3, 22763 Hamburg (Ottensen)

Beschreibung

Die FrauenFreiluftGalerie in Ottensen präsentiert seit 1994 an vielen Stellen im Hafengebiet großformatige Wandbilder, die sich mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandersetzen. Am Pumpwerk 69 prangt ein Werk der Hamburger Künstlerinnen Barbara-Kathrin Möbius und Hildegund Schuster, das Klischees und Realität von Seefrauen thematisiert. Eine illustre Schar von Frauen befindet sich an Bord: Am Steuer überragt die Kapitänin die Gruppe, neben sich mit Fernstecher die Schiffsoffizierin sowie die Schiffsstewardess. Weitere Personen sind die Köchin und die Putzfrau, die Krankenschwester und die Funkerin. Um die Ecke ist eine Frau bei der Reparatur des Schiffes zu sehen. Komplettiert wird das Ensemble durch ein Mädchen im Matrosenanzug, das von der See träumt, sowie durch ein kleines rosa Schweinchen, welches auf den gehässigen alten Spruch verweist, Frauen und Schweine hätten an Bord nichts zu suchen. Die gezeigten Berufe entsprechen zum Teil den alten Klischees der dienenden Frau in Hilfsberufen, zum Teil aber auch den hart erkämpften Rechten, auch leitende Positionen ausfüllen zu dürfen.

Künstler/in

Barbara-Kathrin Möbius wurde in 1967 in Hamburg geboren. Sie studierte 1987–1994 freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Seit 1991 stellt sie regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen mehrheitlich in Hamburg und Umgebung aus, aber auch in verschiedenen Städten in Deutschland. Die Malerin, Zeichnerin und Grafikerin ist mit ihren Wandarbeiten auch aktiv im öffentlichen Raum von Hamburg. 1991 initiierte sie eine Serie von Siebdrucken unter dem Titel „Warteschlange“, deren Auslöser die Überbauung eines jüdischen Friedhofes war und die für öffentliche Kontroversen sorgte. Es waren immer wieder Widersprüche in Alltagsgeschichten, welche themenbestimmend für ihre Arbeiten waren. 2005–2006 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Wissenschaften in Hamburg im Fachbereich Gestaltung und arbeitet seit 2009 als Dozentin an der Lichtwarkschule in Hamburg. Barbara-Kathrin Möbius lebt und arbeitet in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website

Hildegund Schuster wurde 1954 in Peine geboren und lebt seit 1959 in Hamburg. Von 1978–1983 studiert sie an der Fachhochschule Hamburg, Fachbereich Gestaltung bei Friedrich Einhoff und Gisela Bührmann mit Abschluss Diplom Designerin. Anschließend studiert sie noch einige Semester Kunstgeschichte. Seit 1984 ist sie freiberuflich tätig in künstlerischen und kunstvermittelnden Bereichen. Dabei konzentriert sie sich auf Wandmalerei – mehrheitlich im öffentlichen Raum – aber auch privat, schon seit Anbeginn ihres Studiums. Wandmalerei ist auch das Thema ihres Examens. Sie arbeitete aktiv in einem Langzeitprojekt mit Wandgemälden zum Thema „Frauenarbeit im Hamburger Hafen“, hatte einen Lehrauftrag für Kunst und Werken und war Kursleiterin in Bürgerhäusern, an der Volkshochschule und in der Museumspädagogik der Hamburger Kunsthalle. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Galerie

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