Erich Lethgau:
Wegzeichen

Erich Lethgau: Wegzeichen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Erich Lethgau: Wegzeichen (1979, Beton mit partieller Farbfassung, mehrteilig)
Heinrich-Mann-Schule, Brüder-Grimm-Ring 6-8, 23560 Lübeck

Beschreibung

Der Weg vom Eingang des Schulhofes zur Turnhalle wird durch fünf mehrfarbig lackierte Betonkörper begleitet. Die einzelnen Körper sind reliefartig in freien und geometrisch inspirierten Formen gestaltet. Die Farbflächen in blauen und roten Tönen folgt den Formen der Reliefs und ist auf Vorder- und Rückseite unterschiedlich ausgeführt. Die Wegzeichen von Erich Lethgau haben eine klare Signalwirkung, geben aber keinerlei räumliche Orientierung. Einzig die aufgereihte Aufstellung als Wegbegleiter lotst die Besucher:innen zur Sporthalle, da entlang des gewundenen Weges jeweils schon das nächste Element sichtbar ist. Ähnliche Körper stehen vor dem Finanzamt an der Possehlstraße. Doch während hier die fünf Elemente vereinzelt stehen, gibt es dort drei Gruppen.

Text: jp

Person

Erich Lethgau
Erich Lethgau wurde 1940 in Danzig geboren. Er wuchs in Lübeck auf, studierte 1962–66 in Hamburg an der Hochschule für Bildende Künste und an der Universität. Nach seinem Studium arbeitete er von 1966–77 als Kunstlehrer in Lübeck und in Hamburg. Seit 1977 war er ausschließlich freischaffend tätig und beteiligte sich an zahlreichen öffentlichen Projekten. Er war Mitglied der Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer e.V. und des Bundesverbandes Bildender Künstler S-H e.V. (BBK). Er realisierte Reliefs, Objekte und viele Freiplastiken, Wegzeichen und Mahnmale für die Opfer des Nationalsozialismus als Kunst im öffentlichen Raum an vielen Orten im Norden. Er lebte und arbeitete in Stuben bei Bad Oldesloe. Erich Lethgau starb am 11. September 2020.

Text: jp

Galerie

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