Gerhard Brandes:
Morgenstunde

Gerhard Brandes: Morgenstunde (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Gerhard Brandes: Morgenstunde (1982, Bronze)
Neuer Steinweg 16a, 20459 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Auf einer quadratischen Plinthe und niedrigem Sockel mit ebenfalls quadratischem Grundriss steht, ganz in sich gekehrt, eine Frauenfigur. Morgenstunde nennt Gerhard Brandes sein Werk und präsentiert eine junge Frau mit rundlichen Formen. Nicht eindeutig zu erkennen ist, ob sie noch ein Handtuch um den Körper gewickelt hat oder bereits ihr Kleid trägt. Doch die Haltung verrät, dass sie in diesem Moment ganz bei sich ist. Das linke Bein ist leicht angewinkelt, die Arme nach hinten gehalten, der Kopf schräg nach unten gehalten. Der gesamte Körper ist durch die Drehungen und Diagonalen harmonisch und doch spannungsvoll ausbalanciert.

Text: jp

Künstler:in

Gerhard Brandes
Gerhard Brandes wurde am 7. Juli 1923 in Frankfurt an der Oder geboren. Nach dem Studium ab 1943 an der Kunsthochschule in Berlin bei Wilhelm Gerstel und in Wien studierte er 1945–49 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg in der Bildhauerklasse von Edwin Scharff und Gerhard Marcks. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließ er sich dann in Hamburg-Blankenese nieder. Seit 1950 war er als freischaffender Künstler tätig. Bereits in den frühen 1960er Jahren schuf er u.a. eine große Zahl von Bronze- und Kupfer-Skulpturen, anfangs mit einzelnen Menschen (später auch Tierfiguren) im Alltagsumfeld, später auch Gruppenkonfigurationen, zur Aufstellung im öffentlichen Raum in Hamburg und Schleswig-Holstein. 1976 erhielt er einen Lehrauftrag an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg und war Mitglied des Berufsverbandes der Bildenden Künstler. Gerhard Brandes starb am 10. Juli 2013 in Hamburg Groß-Flottbek.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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