Gisela Engelin-Hommes:
Münchhausenbrunnen

Gisela Engelin-Hommes: Münchhausenbrunnen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Gisela Engelin-Hommes: Münchhausenbrunnen (1977, Bronze)
Pflegeheim, Rehrstieg 44, 21147 Hamburg (Hausbruch)

Routenplaner: 53.47796, 9.87559


Beschreibung

Vor dem Pflegeheim im Rehrstieg steht die Darstellung des Barons von Münchhausen, der von einem Schwarm Enten in die Luft gezogen wird. Die Bronzeplastik von Gisela Engelin-Hommes zierte ursprünglich eine Brunnenanlage und steht nun stattdessen vor einer Häuserwand. Dort geht durch die eingeschränkte Sicht leider ein Teil der Wirkung verloren. Der Körper des „Lügenbarons“ ist stark stiliert dargestellt. Er beugt sich wie ein Drachenlenker oder Windsurfer, während die auffliegenden Enten wie ein geblähtes Segel erscheinen. Die Darstellung zeigt eine große Dynamik, die sich in den gespannten und gegenläufigen Rundungen präsentiert.

Person

Gisela Engelin-Hommes
Gisela Engelin-Hommes wurde am 8. Oktober 1931 in Trier geboren. Nach ihrem Studium an der Werkkunstschule in Trier 1948–49 studierte sie Bildhauerei an der Staatlichen Akademie in Freiburg im Breisgau. Seit 1953 hatte sie ihr eigenes Atelier in Breisach und wurde Mitglied des Berufsverbandes der Bildenden Künstler. 1954 heiratete sie den Künstler Karl Heinz Engelin, einen Studienkollegen aus der Freiburger Zeit. Ab 1959 hatten beide ein gemeinsames Atelier in der Alstertwiete in Hamburg, später in Hamburg-Hummelsbüttel. Gleichzeitig hatten sie ein Atelierhaus auf der dänischen Ostseeinsel Mön, wo viele Entwürfe und Kleinplastiken entstanden. Seit 1965 wurde sie mit Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland bekannt. Überlebensgroße figürliche Plastiken, mehrheitlich weibliche Torsi in Bronze bestimmten ihr Sujet. Bis zu ihrem Tod hatte sie ihr Atelier in Hamburg. Gisela Engelin-Hommes starb am 3. Juli 2017.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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