Johannes Michler:
Der goldene Sod

Johannes Michler: Der goldene Sod (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Johannes Michler: Der goldene Sod (Granit, 1991)
Breite Straße / Mengstraße, 23552 Lübeck

Beschreibung

Im Mittelalter werden in Lübeck gegrabene Brunnen zur Wasserversorgung genutzt. Am Standort eines dieser Brunnen, des sogenannten Goldenen Sods – noch bis ins 19. Jahrhundert im Betrieb – erinnert heute eine Granitskulptur von Johannes Michler. Die Skulptur greift die runde Form auf und erhöht diese künstlerisch. Die unregelmäßig gebrochene Oberkante wirkt wie ein Fragment und steht im Kontrast zu den glatt polierten Flächen. Im geschäftigen Treiben der Einkaufsstraße erscheinen das dunkle Gestein und die zurückhaltende Gestaltung wie ein aus der Zeit gefallener Ruhepol.

Künstler/in

Johannes Michler wurde 1954 in Burg/Dithmarschen geboren und arbeitete 1972–1976 als Bauzeichner. 1976–1981 studierte er Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule Kiel. Seit 1980 präsentiert er seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen. 1985 erhielt er ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein und war 1986 Assistent von Ulrich Rückriem sowie später als Gastdozent auch in Norwegen und Schweden tätig. Wenige, teils auch in ihrer Konsistenz gegensätzlich eingesetzte Materialien wie Metall und Sand bei gleichzeitig deutlich erkennbaren Grundformen kennzeichnen seine Arbeiten unter anderem auch im öffentlichen Raum. 1987 wurde ihm der Gottfried-Brockmann-Preis der Landeshauptstadt Kiel verliehen. Heute arbeitet Johannes als freier Künstler und Dozent für Freie Kunst an der Muthesius Kunsthochschule Kiel.

Galerie

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