Johannes Ufer:
Platzgestaltung

Johannes Ufer: Platzgestaltung (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Johannes Ufer: Platzgestaltung (1974, Beton, Farbe)
Lüneburger Straße, Tunnel, 21073 Hamburg (Harburg)

Beschreibung

Am Ende der Harburger Fußgängerzone wurde in den 1970er Jahren der Gloria-Tunnel als ampelloser Durchgang zum Seeveplatz erbaut. Die Gestaltung des neu entstandenen Vorplatzes übernahm Johannes Ufer. Er entwarf einen ungegenständlichen Wandfries in kräftigen Farben, der sich in Form von versetzt angeordneten Platten entlang der Betonbrüstung ausbreitet. Die Farbgebung besteht überwiegend aus Verläufen von Blau, Rot und Orange. Zusätzlich gestaltete er eine Reihe von regelmäßig und geometrisch geformten Betonkörpern, die teils vereinzelt, teils gestapelt platziert sind. Acht dieser Körper formen eine hohe Säule, die durch Drehung der einzelnen Elemente lebhaft gegliedert ist.

Text: jp

Künstler:in

Johannes Ufer
Johannes Ufer wurde am 30. April 1912 in Essen geboren. Nach einer Malerlehre (1926) war er 1928 Theatermaler und besuchte 1929–1933 die Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. 1937–1940 emigrierte er nach Kopenhagen. Nach 1945 war er als freischaffender Künstler in Hamburg tätig. Für Arbeiten zu Kunst am Bau in Hamburg entwickelte er ein Farbschema, nach dem die Häuser auf Helgoland und die Hamburger Siedlung Neuwiedenthal gestaltet wurden. Seit 1948 war Dozent für Raum- und Flächenkunst am „Baukreis“. Seit 1950 hatte der Maler und Zeichner einen Lehrauftrag für Freihandzeichnen. Ab 1952 erarbeitete er Objekte für die Industrie und Baugenossenschaft. Ab 1955 erhielt er einen Auftrag für die Farbgestaltung neuer Häuser in Helgoland, die er bis in die 1980 Jahre in der praktischen Bauwirtschaft der Insel umsetzte. Er starb am 4. Januar 1987 in Hamburg.

Text: hws

Galerie

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