Karl Schurig:
Grabmal Sturm

Karl Schurig: Grabmal Sturm (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Karl Schurig mit Neumeier, Fa. Risch: Grabmal Sturm
(1939, Marmor, 255 x 240 cm, Figur 110 x 85 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Sturm auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einem hohen Kreuz auf einem breiten Sockel. Vor dem Kreuz kniet auf dem Sockel in seitlicher Ansicht eine trauernde Frau im langen Gewand. Das linke Bein ist aufgestellt, das rechte Knie berührt den Boden. Den linken Arm führt sie vor der Brust zum rechten, welcher wiederum an die Schulter fasst. Der Blick ist zum Boden gerichtet. Das Motiv der knienden Trauernden fand bereits in früheren Jahrzehnten weite Verbreitung, doch ist die Darstellung hier an den Zeitgeschmack der 1930er Jahre angepasst, was sich u.a. in der moderneren Frisur zeigt. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 1186)

Künstler:in

Karl Schurig wurde am 24. Juni 1892 in Hamburg geboren. Überwiegend im Hamburger Umfeld künstlerisch tätig, schuf er eine Vielzahl von Ehren- und Kriegsdenkmälern u.a. auch für den Hamburger Friedhof Ohlsdorf. Die teils von den Nationalsozialisten unterstützten Kriegerdenkmäler waren, wie vergleichsweise auch das Kriegerdenkmal am Dammtor von Richard Emil Kuöhl, in der Bevölkerung umstritten und standen deshalb immer mal wieder in der Diskussion für einen Abriss. Karl Schurig starb am 6. November 1978 in Hamburg.

Galerie

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