Klaus Kütemeier:
Schildkröte

Klaus Kütemeier: Schildkröte (Foto: Hilke Oberländer, 2019)

Daten zum Werk

Klaus Kütemeier: Schildkröte (1975, Granit)
Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll, Ochsenzollkrankenhaus, Langenhorner Chaussee 560, 22419 Hamburg (Langenhorn)

Beschreibung

Eine große, steinerne Schildkröte bahnt sich ihren Weg auf dem Gelände der Asklepios Klinik am Ochsenzoll. Es handelt sich um eine Skulptur, die Klaus Kütemeier 1975 aus hartem Granit schlug. Der mächtige, strukturierte Rückenpanzer mit seiner archaischen Wirkung ist dabei das zentrale Element. Ähnliche Formen finden sich auch in verschiedenen anderen Arbeiten des Künstlers, etwa dem Fabeltierbrunnen in Schleswig oder der Pilzform in Billstedt. Die Asklepios Klinik NordOchsenzoll gehört zu den größten psychiatrisch- psychotherapeutischen Zentren Deutschlands. Die Schildkröte kann als Symbol für die schutzbedürftigen Patienten gesehen werden, die sich bei Gefahr in ihren Panzer zurückziehen.

Leider wurde der Kopf der Schildkröte abgeschlagen, sodass Anfang 2020 nur noch der Körper zu sehen war.

Text: jp

Künstler:in

Klaus Kütemeier
Klaus Kütemeier wurde 1939 in Delmenhorst geboren. 1960–1966 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Gustav Seitz, dessen Meisterschüler er anschließend war, und arbeitete seitdem als freier Bildhauer in Hamburg. Seit den 1960er Jahren widmete er sich der realistischen Skulptur, wobei er vornehmlich in Stein arbeitete. Die Arbeiten an einzelnen Figuren dauerten oft mehrere Jahre, bis die Formen vollendet waren. Seine Figuren besitzen eine ausgewogene Formensprache und muten archaisch und zeitlos an. Klaus Kütemeier starb am 26. Juli 2013 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Text: hws

Galerie

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