Kurt Bauer:
Luchs

Kurt Bauer: Luchs (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2021)

Daten zum Werk

Kurt Bauer: Luchs (1965, Kunststein)
Dietzweg 3, 22119 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Auf einem annähernd würfelförmigen Sockel aus dem gleichen Material steht aufmerksam und freundlich ein steinerner Luchs mit zur Seite gedrehtem Kopf. Die vordere linke Pfote und der kurze Schwanz reichen über die Begrenzung der Sockelfläche heraus, sodass Tier und Untergrund noch stärke als gemeinsame Form wahrgenommen werden. Die Darstellung des Körpers ist klar und reduziert, nur im Bereich des Kopfes ist die Zeichnung etwas stärker ausgeprägt, um die markanten Gesichtszüge zu betonen.

Text: jp

Person

Kurt Bauer
Kurt Bauer wurde am 18. Februar 1906 in Hamburg geboren. Nach einer landwirtschaftlichen und kaufmännischen Ausbildung und Tätigkeit absolvierte er eine Ausbildung zum Keramiker in einer Werkstatt im Unterwesterwald. 1931–1935 hatte er eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld, der späteren Hochschule für bildende Künste Hamburg, bei Richard Luksch und Johann Michael Bossard. Hier wurde er vorzeitig wegen kritischer Äußerungen zum Nationalsozialismus entlassen und auch für Wettbewerbe nicht mehr berücksichtigt. 1946 war er Mitbegründer der Werkstattgemeinschaft „Baukreis“, deren Präsident er bis 1951 war. Zu seinen Schülern zählte Ulrich Beier. Seit 1936 erhielt er Aufträge im Rahmen des Programms „Kunst am Bau“, mehrheitlich in Hamburg, und schuf ab 1950 mehr als 70 Tierplastiken für Schulen, Parks und Spielplätze. Stilistisch in der Nachfolge von August Gaul und Hans Ruwoldt, gehörten Tier- und Menschenfiguren, oftmals leicht abstrahiert, in Keramik, Kunst- und Naturstein sowie in Bronze zu seinen bevorzugten Themen. Kurt Bauer starb am 28. Oktober 1981 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Text: hws

Galerie

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