Max Schegulla:
Wandmosaik der Thomaskirche

Max Schegulla: Wandmosaik der Thomaskirche (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2022)

Daten zum Werk

Max Schegulla: Wandmosaik der Thomaskirche
(1960er Jahre, Klinkerkeramik)
Thomaskirche, Lange Striepen 3a, 21147 Hamburg (Hausbruch)

Beschreibung

Für die Fassade der Thomaskirche Hausbruch gestaltete Max Schegulla aus geschlagenen farbigen Klinkersteinen ein großes Wandmosaik. Es zeigt offenbar den Namenspatron der Kirche, den Apostel Thomas. Die Geschichte vom ungläubigen Thomas ist heute fast sprichwörtlich geworden. Er zweifelt an der Auferstehung Christi und möchte sich vergewissern. Jesus nimmt die Bedenken ernst, erscheint Thomas unmittelbar und präsentiert ihm seine Wundmale. So wird der Apostel in seinem Glauben durch die Vergewisserung bestärkt. Das Mosaik trägt die typische holzschnittartige Handschrift des Künstlers, die sich ähnlich auch in seinen Buntglasfenstern und Schnitzaltären zeigt.

Text: jp

Person

Max Schegulla
Max Schegulla wurde am 10. Januar 1918 in Trachtenberg/Schlesien geboren. Er studierte in Breslau Kunstgeschichte und Architektur, anschließend in Köln Metallplastik und war ein Schüler von Gerhard Marcks. Er ließ sich in Dierkshausen in der Nordheide nieder und errichtete dort sein Atelier. Sein Werk ist vielfältig und reicht von Plastiken aus Stahl, Aluminium und Bronze, über Flügelaltäre in Kirchen in Holz und Ortbeton und Bleiglas, sowie Betonglasfenster, bis hin zu Farbdrucken. Seine Bronzen finden sich in Privatbesitz und im öffentlichen Raum in Hamburg, Kiel, Bochum Dortmund. Max Schegulla starb am 14. April 2008 in Mulsum bei Bremerhaven. Den Nachlass des Künstlers haben die Erben dem Gerhard Marcks Museum in Bremen zugesagt.

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Galerie

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