Oskar Ulmer:
Grabmal Wöhler

Oskar Ulmer: Grabmal Wöhler (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Oskar Ulmer: Grabmal Wöhler
(ca. 1926, Marmor, Höhe ca. 160 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Wöhler auf dem Friedhof Ohlsdorf zeigt vor einer Wand die Figur einer trauernden Frau. Sie trägt ein langes Kleid mit kurzen Ärmeln und ein Tuch über dem Kopf. In den im Schoß zusammengeführten Händen hält sie eine Rose. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 989)

Künstler/in

Oskar Erwin Ulmer (Oscar E. Ulmer) wurde 1888 in Hamburg geboren. Nach der Schule studierte er an der Kunstgewerbeschule in Hamburg-Altona und schloss ein weiteres Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie München bei Adolf von Hildebrand an. Er erhielt Auftragsarbeiten durch den Hamburger Architekten Fritz Schumacher zur Ausschmückung von Häuserfassaden in der Hansestadt. 1913 schuf er wohl eine seiner ersten Mutter-Kind-Skulpturen, die später thematisch immer wieder zu seinen Motivschwerpunkten gehörte. In den 1920er Jahren eröffnete er ein Steinmetzgeschäft für Grabmäler und bildete auch selber Steinmetze aus. Er war Mitglied des Hamburger Künstlervereins und der Hamburger Sezession. Er fertigte eine Vielzahl von Skulpturen u. a. auch für den öffentlichen Raum in Hamburg an, so unter anderem für die Hamburger Kunsthalle, Kirchen, öffentliche Gebäude und für Gräber auf dem Ohlsdorfer Friedhof. 1941 beteiligte er sich an der großen deutschen Kunstausstellung in München mit einer Mutter-Kind-Plastik. 1945 wurde diese Skulptur für ein Familiengrab verwendet. Der Künstler ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof mit seiner Frau begraben. Oskar Ulmer starb im Alter von 75 Jahren im Dezember 1963 in Hamburg. Das Sterbejahr ist unterschiedlich mit 1963 bzw 1964 angegeben.

Galerie

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