Richard Emil Kuöhl:
Grabmal Kuöhl

Richard Emil Kuöhl: Grabmal Kuöhl (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Richard Emil Kuöhl: Grabmal Kuöhl
(1931, Muschelkalk, Höhe 255 cm, Figur 200 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Kuöhl auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer säulenartigen Statue auf einer runden Plinthe. Die stilisierte Figur wird oft als „Mariensäule“ bezeichnet und zeigt eine schwebende weibliche Figur im langen Gewand, die vor der Brust ihre Arme kreuzt. Die Figur ist überlängt und reduziert. Die Körperformen sind nur im oberen Bereich stärker ausgeformt, während sich unterhalb der Mitte nur angedeutet sind. Sie erscheint als eine Mischung aus Heiligenfigur und Engel. Richard Emil Kuöhl schuf die ätherische Figur für sein eigenes Grabmal bereits dreißig Jahre vor seinem Tod. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 1074)

Künstler:in

Richard Emil Kuöhl
Richard Emil Kuöhl wurde am 31. Mai 1880 in Meißen geboren. Nach einer Ausbildung als Kunsttöpfer studierte er ab 1902 an der Dresdner Kunstgewerbeschule beim Bildhauer Karl Groß. Später folgte er seinem Lehrer aus Dresden Fritz Schumacher nach Hamburg, der u.a. für seine Backsteinbauten bekannt geworden ist, die Kuöhl dann in den folgenden Jahren mit Skulpturen ergänzend bestückte. Diese setzte er in Stein, Keramik und Terrakotta für Gebäude u.a. in Bad Oldesloe, Flensburg, Lübeck oder Hamburg sowie in Kunstobjekten auf Grabanlagen des Ohlsdorfer Friedhofs um. Er war Mitglied im Hamburger Kunstverein und 1919–1932 Mitglied der Hamburger Sezession, deren Jahresausstellung 1933 von den Nationalsozialisten zwangsgeschlossen wurde. Auch nach der Machtübernahme der NSDAP diente er den staatlichen Institutionen als Auftragnehmer wie beispielsweise mit dem Kriegerdenkmal in Hamburg, dem dann in den 1980er Jahren das Gegendenkmal des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka gegenübergestellt wurde. Er starb am 19. Mai 1961 in Rohlfshagen bei Bad Oldesloe.

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Galerie

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