Arthur Bock:
Grabmal Friedrichs

Arthur Bock: Grabmal Friedrichs (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Arthur Bock: Grabmal Friedrichs (1925, Bronze, 230 cm, Figur 140 x 120 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Friedrichs auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus der figürlichen Darstellung eines Paares, das in inniger Umarmung auf einem sarkophag-ähnlichen Sockel kniet. In seitlicher Ansicht sind ein Mann und eine Frau zu sehen, die sich nach innen gewendet eng aneinander schmiegen, während die Füße jeweils nach außen zeigen. Beide tragen lange Gewänder, aus denen die Füße und die Arme herausragen. Die Köpfe der beiden mit geschlossenen Augen sind gegeneinander gelegt und die Hände ineinander verschlungen. Die aufgerichteten Körper strahlen durch die Verbundenheit eine große Kraft aus. Im unteren Bereich der Skulptur scheinen die Körper nahezu miteinander zu verschmelzen, während oberhalb der Arme trotz der großen Nähe die Individualität der beiden Personen gewahrt bleibt. Bei der Baufach- und Grabmalausstellung in Leipzig im Jahr 1913 wurde der Entwurf von Prof. Arthur Bock prämiert. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 973)

Künstler:in

Arthur Bock wurde am 12. Mai 1875 in Leipzig geboren. 1894–1897 war er an der Kunstgewerbeschule in Dresden sowie 1897–1900 an der Königlichen Akademie in Berlin. Ab 1903 wirkte er für 40 Jahre als Kunstprofessor in Hamburg und lehrte an der privaten Malschule von Gerda Koppel. Er war Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832. Ab 1905 beteiligte er sich an Gemeinschaftsausstellungen u. a. in Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Sein künstlerisches Werk (Plastiken, Grab- und Denkmale) ist u. a. in Lausanne (Schweiz) sowie vielen deutschen Städten wie Köln, Marburg, Kassel und Kiel zu finden. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten aber liegt in der Innenstadt von Hamburg bzw. auf dem Friedhof Ohlsdorf, wo man heute mehr als 50 Arbeiten sehen kann. Seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil hin zu verherrlichenden Darstellungen nahmen dabei die Vorbilder der späteren NS-Kunst bereits vorweg. Arthur Bock starb am 26. Oktober 1957 in Ettlingen.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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