Arthur Bock:
Grabmal Jolasse

Arthur Bock: Grabmal Jolasse (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Arthur Bock: Grabmal Jolasse
(1921, Sandstein
, 190 x 160 cm, Figuren 95 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Jolasse auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht auf einem gestuften Postament, auf dem eine übergroße, mächtige Urne steht. Sie wird zu beiden Seiten von zwei nackten, knienden Genien (Todesengeln) umrahmt. Die beiden Engel halten jeweils eine verlöschende Fackel in den Händen und ziehen mit der anderen Hand ein Bahrtuch über sich und die Urne. Wilhelm Jolasse (1856–1921) war ein Architekt in Hamburg. Sein gemeinsam mit dem Architekten Johann Gottlieb Rambatz geführtes Architekturbüro zählte seinerzeit zu den renommiertesten seiner Art in Hamburg. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 927)

Künstler:in

Arthur Bock wurde am 12. Mai 1875 in Leipzig geboren. 1894–1897 war er an der Kunstgewerbeschule in Dresden sowie 1897–1900 an der Königlichen Akademie in Berlin. Ab 1903 wirkte er für 40 Jahre als Kunstprofessor in Hamburg und lehrte an der privaten Malschule von Gerda Koppel. Er war Mitglied im Hamburger Künstlerverein von 1832. Ab 1905 beteiligte er sich an Gemeinschaftsausstellungen u. a. in Hamburg, Berlin, München und Leipzig. Sein künstlerisches Werk (Plastiken, Grab- und Denkmale) ist u. a. in Lausanne (Schweiz) sowie vielen deutschen Städten wie Köln, Marburg, Kassel und Kiel zu finden. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten aber liegt in der Innenstadt von Hamburg bzw. auf dem Friedhof Ohlsdorf, wo man heute mehr als 50 Arbeiten sehen kann. Seine künstlerische Entwicklung vom Jugendstil hin zu verherrlichenden Darstellungen nahmen dabei die Vorbilder der späteren NS-Kunst bereits vorweg. Arthur Bock starb am 26. Oktober 1957 in Ettlingen.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)