Engelbert Peiffer:
Grabmal Herrmann

Engelbert Peiffer: Grabmal Herrmann (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Engelbert Peiffer: Grabmal Herrmann
(1877, Elbsandstein, stark verkleinert, ehem. Dalmann)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Der ruhende Löwe am Grabmal Hermann auf dem Friedhof Ohlsdorf zierte bis 1960 das Grabmal des Wasserbaudirektors Johannes Christian Wilhelm Dalmann (1823–1875) auf dem St. Jacobi-Friedhof in Wandsbek. Ursprünglich lag  er vor einem großen, felsartig behauenen Sandsteinblock. Dann wurde der Löwe nach Ohlsdorf in die Nähe des Nordteiches verlegt. Später wurde die Löwenfigur nach behutsamer Restaurierung als Patenschaftsgrab für eine neue Grabstelle übernommen. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 134)

Künstler:in

Engelbert Joseph Peiffer wurde am 14. Mai 1830 in Köln geboren. Nach einer Steinmetzlehre studierte er ab 1850 an der Kunstakademie Berlin. In Kellinghusen in Schleswig-Holstein arbeitete er einige Jahre als Modelleur in der Tonfabrik Fernsicht bevor er 1862 nach Hamburg zog. Gleichwohl häufig mit großformatigen klassizistischen Steinskulpturen im öffentlichen Raum in Hamburg vertreten, wie z.B. „Die Vierländerin“ vom Messberg-Brunnen am Hopfenmarkt (1878), der monumentale Hansa-Brunnen (1878) in St. Georg, die Fassadenplastik des Hamburger Hofs am Jungfernstieg (1881–83) oder auch die Statuen von Erzbischof St. Ansgar und Graf Adolf III. Schauenburg auf der Trostbrücke (1883), sind selbst einheimischen Hamburgern die Zuordnung dieser Kunstwerke zu Engelbert Peiffer heute kaum noch bekannt. Das trifft auch für viele weitere seiner Arbeiten in Hamburger Museen zu. Seine Skulpturen sind Teil der Sammlung der Hamburger Kunsthalle, viele weitere wurde aber auch in den Weltkriegen zerstört. 1873 übernahm er die Leitung der Steinmetzwerkstätten der Hanseatischen Baugesellschaft. Engelbert Peiffer starb am 18. Oktober 1896 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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