Heinrich Pohlmann:
Grabmal Dänecke

Grabmal Dänecke (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Heinrich Pohlmann: Grabmal Dänecke (1900er Jahre)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Der genaue Standort wird auf Wunsch der Friedhofsverwaltung nicht veröffentlicht.

Routenplaner: 53.61976, 10.03489


Beschreibung

Das Grabmal Dänecke auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer hohen Stele aus schwarzem Granit, vor der die bronzene Figur einer trauernden Frau steht. Sie ist in ein langes und faltenreiches Gewand gehüllt, das die Arme frei lässt. Den Kopf hat sie ebenfalls mit einem Tuch bedeckt. Sie ist in halb frontaler, halb seitlicher Ansicht zu sehen und trocknet wohl gerade mit dem Kopftuch ihre Tränen. Das Gesicht ist nur leicht zu erkennen und überwiegend verdeckt.

Person

Heinrich Pohlmann
Heinrich Pohlmann wurde am 24. Oktober 1839 in Scheventorf bei Iburg (Niedersachsen) geboren. Nach einer Lehre zum Zimmermann studierte er 1861-1864 an der Akademie der Künste Berlin bei Fritz Schaper und Albert Wolf. Ein Stipendium ermöglichte ihm 1866 eine einjährige Studienreise nach Rom. Als selbstständiger Bildhauer zurück in Berlin, erhielt er ab 1870 zusätzlich zu einem Auftrag Kaiser Wilhelms I. für eine Reiterstatue weitere öffentliche Aufträge für Denkmäler, Grabschmuck und Portraits. Seine großen Denkmalplastiken finden sich in vielen deutschen Städten. Die Mitte des 18. Jahrhunderts von Luigi Galvani entwickelte Galvanotechnik eröffnete ihm insbesondere für Grabplastiken Arbeiten zu replizieren. So sind u.a. zehn seiner Arbeiten auf dem Friedhof in Ohlsdorf für diverse Grabstellen eingesetzt worden. 1901 wurde er zum Königlich Preußischen Professor ernannt. Viele seiner Arbeiten wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Heinrich Pohlmann starb am 30. August 1917 in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)