Gustav Eberlein:
Grabmal Gustav Adolf Graf von Goetzen

Gustav Eberlein: Grabmal Gustav Adolf Graf von Goetzen (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Gustav Eberlein: Grabmal Gustav Adolf Graf von Goetzen
(1913, Granit, Bronze, Höhe 440 cm, Figur 190 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Graf von Goetzen auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einem mächtigen und hohen Postament, auf dem als Sitzfigur Gustav Adolf Graf von Goetzen (1866–1910) zu sehen ist. Die Figur von Gustav Eberlein zeigt ihn in Uniform mit einer Schriftrolle in der rechten Hand. Er war im Deutschen Kaiserreich ein Ostafrikaforscher und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. In den 1890er Jahren erkundete er von der Ostküste aus große Gebiete im zentralen Afrika bis zur Kongomündung im Westen. Später wurde er zum Gouverneur von Deutsch-Ostafrika und zum Kommandeur der Schutztruppe bestellt, trat jedoch nach einigen Jahren aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er starb am 1. Dezember 1910 mit 44 Jahren. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 699)

Künstler:in

Gustav Heinrich Eberlein wurde am 14. Juli 1847 in Spiekershausen bei Kassel geboren. Bereits in jungen Jahren zog er mit seinen Eltern nach Hannoversch Münden und bevor er 1866 die Kunstschule in Nürnberg bei August von Kreiling besuchte, erlernte er in verschiedenen anderen Lehren das Goldschmiedehandwerk in Münden 1861–1864 und zweijährigen Gesellenjahren in Hildesheim. 1870 ging er nach Berlin und gewann ein Stipendium für Aufenthalte in Venedig, Florenz und Rom. 1887 wurde er Mitglied der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin. Ab 1889 erhielt er ein Stipendium in Berlin. Personen- und Reiterdenkmäler, Portrait- und Kleinplastiken gehören zu seinem bevorzugten Oeuvre. Er schuf mehr als 900 Werke, die in Deutschland und dem Ausland in Museen und viele auch im öffentlichen Raum zu sehen sind. Regelmäßig wurden seine Arbeiten in Ausstellungen in Berlin und München gezeigt. U.a. wurden seine Arbeiten durch Portraits berühmter Persönlichkeiten, wie das Goethe-Denkmal in Rom, das Wagner-und das Lortzing-Denkmal im Berliner Tiergarten oder auch „Der Dornenauszieher“ in der Alten Nationalgalerie in Berlin bekannt. 1908–1913 hielt er sich in Nord- und Südamerika auf, wo er neben Rom Werkstätten unterhielt und monumentale Reliefs u.a. von Marx und Lassalle modulierte. Gustav Heinrich Eberlein starb am 5. Februar 1926 in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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