Hans Dammann:
Grabmal Dralle

Hans Dammann: Grabmal Dralle (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Hans Dammann: Grabmal Dralle
(1913, Marmor, Muschelkalk, 440 cm, Figur 220 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Dralle auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer architektonischen Anlage mit zwei Bänken rechts und links des Eingangs. Im Zentrum steht eine wuchtige Ädikula, die von seitlichen Säulen gesäumt wird. In der Ädikula steht die Figur einer jungen Frau im langen, antiksierenden Gewand. Sie hält in der rechten Hand eine Schreibfeder, in der linken ein großes Buch, das sie auf dem linken Oberschenkel abstützt. Mit ernstem Blick schaut sie auf das Buch.

Georg Justus Dralle (1817–1895) war Gründer der Georg Dralle Parfüm- und Feinseifenwerke, die fast 140 Jahre lang mit Düften und Kosmetika weltweit erfolgreich waren. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 689)

Künstler:in

Hans Dammann wurde am 16. Juni 1867 in Proskau, Schlesien geboren. Nachdem er mit der Familie 1877 nach Hannover umgezogen war, besuchte er nach der Schulausbildung 1885–1888 die Technische Hochschule in Hannover, um anschließend bis 1895 sein Studium an der Akademie der Künste Berlin bei den Medailleuren und Bildhauern Albert Wolff, Ernst Herter, Peter Breuer und Gerhard Janensch fortzusetzen. Grab- und Kriegerdenkmäler in ganz Deutschland gehörten zu seinem bevorzugten Oeuvre der mehr als 130 Arbeiten im öffentlichen Raum. Ab dieser Zeit nahm er mit seinen Werken alljährlich bis 1913 an der Großen Berliner Kunstausstellung teil. In seinen letzten Schaffensjahren wandte er sich dann wieder zivilen Werken und Themen für seine Bronzeskulpturen zu. Hans Dammann starb am 15. Juni 1942 in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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