Hans Dammann:
Grabmal Grell

Hans Dammann: Grabmal Grell (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Hans Dammann: Grabmal Grell
(1910, Granit, Bronze, Figur 180 x 70 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Auf einer künstlichen Felsmauer auf dem Friedhof Ohlsdorf sitzt die Bronzefigur einer Frau im langen Gewand. Mit dem linken Arm umschließt sie eine Urne, während sie die rechte Hand zum Kinn geführt hat. Der Kopf ist mit einem Tuch bedeckt, sodass das Gesicht nur teilweise sichtbar ist. Markant ist der Kontrast zwischen der Figur mit den kunstvoll gestalteten Gewandfalten und der ursprünglich wirkenden Felsmauer. Hans Dammanns Figur der still trauernden Frau war ursprünglich in Ohlsdorf mehrfach vorhanden, bekannt sind auch weitere Grabmäler in Berlin und in Kiel. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 553)

Künstler/in

Hans Dammann wurde am 16. Juni 1867 in Proskau, Schlesien geboren. Nachdem er mit der Familie 1877 nach Hannover umgezogen war, besuchte er nach der Schulausbildung 1885–1888 die Technische Hochschule in Hannover, um anschließend bis 1895 sein Studium an der Akademie der Künste Berlin bei den Medailleuren und Bildhauern Albert Wolff, Ernst Herter, Peter Breuer und Gerhard Janensch fortzusetzen. Grab- und Kriegerdenkmäler in ganz Deutschland gehörten zu seinem bevorzugten Oeuvre der mehr als 130 Arbeiten im öffentlichen Raum. Ab dieser Zeit nahm er mit seinen Werken alljährlich bis 1913 an der Großen Berliner Kunstausstellung teil. In seinen letzten Schaffensjahren wandte er sich dann wieder zivilen Werken und Themen für seine Bronzeskulpturen zu. Hans Dammann starb am 15. Juni 1942 in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)