Hermann Perl:
Grabmal Lentz

Hermann Perl: Grabmal Lentz (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Hermann Perl: Grabmal Lentz
(1926, Muschelkalk, Bronze, 225 x 300 cm, Figur 110 x 110 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Lentz auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer glatten, breiten Grabmalwand. In der Mitte kniet auf einer kleinen Stufe eine männliche Figur, die bis auf das lose über Schoß und Schenkel geworfene Tuch unbekleidet ist. Der linke Fuß ist zurückgesetzt, sodass das Knie fast den Boden berührt. Die rechte Hand ist aufs Knie gelegt, während der linke Arm locker nach unten fällt. Mit aufgerichtetem Oberkörper geht der Blick des jungen Mannes nach oben, nach vorn, in die Zukunft. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 991)

Künstler/in

Otto Gottlieb Hermann Perl wurde am 5. April 1878 in Königsberg geboren. Seine Ausbildung bekam er an der Kunstakademie Königsberg. Sein Onkel war der Keramiker Hermann Wessely, mit dem er zusammenarbeitete und der ihm in Hamburg-Falkenried ein Atelier einrichtete. Neben Grabmalgestaltungen auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde der Bildhauer und Keramiker durch verschiedene Reliefs zu Hamburger Gebäuden und insbesondere durch die Schmuckkeramik im „Alten Elbtunnel“ bekannt. Hier schuf er in einem seiner größten öffentlichen Aufträge die sogenannten „Tunneltiere“ im 1907 bis 1911 gebauten 426 langen PKW- und Fußgängertunnel unter der Elbe: 80 große Keramikplatten mit 14 unterschiedlichen Meerestiermotiven. Die Herstellung der Elbtunnelkeramiken bzw. Tierkeramiken erfolgte durch die Ofen- und Tonwarenfabrik Hermann Wessely. Otto Gottlieb Hermann Perl starb am 12. Januar 1967 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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