Hugo Cauer:
Grabmal Stavrou

Hugo Cauer: Grabmal Stavrou (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Hugo Cauer: Grabmal Stavrou
(1906, Marmor, Granit, Grabmal ehemals von Kusserow, 330 x 210 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Stavrou auf dem Friedhof Ohlsdorf besteht aus einer schlichten Ädikula mit Dreiecksgiebel, die einen torartigen Hintergrund für zwei weibliche Engel bildet. Die beiden nebeneinander stehenden Engelfiguren sind im Halbrelief gestaltet, in lange Gewänder gekleidet und mit großen Flügeln versehen. Der rechte Engel musiziert auf der Geige, während beide ernst und versonnen schauen. Die Szene zeigt eine würdevolle, feierliche und leicht melancholische Stimmung. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 433)

Künstler/in

Hugo Cauer wurde am 5. Oktober 1864 in Bad Kreuznach geboren. Als Sohn von Carl Cauer gehörte er der Bildhauerfamilie Cauer in der vierten Generationen an. Schon in jungen Jahren stand er seinem Vater für seine Arbeiten Modell oder zeigte selbst mit einem Relief früh sein Talent. Nach einem Studium in Rom schloss er 1886–1887 ein Studium an der Kunstakademie in Berlin an und war dabei 1890–1891 Schüler von Reinhold Begas. Mit dessen Tod 1911 kehrte er nach Bad Kreuznach zurück, um das väterliche Atelier zu übernehmen. In den 1880er und 1890er Jahren schuf er überlebensgroße Skulpturen, teils als Denkmale und Kriegsdenkmäler oder auch für Grabmale auf Friedhöfen in vielen Städten Deutschland. Portraitbüsten teils bekannter Persönlichkeiten dieser Zeit, als auch kleine Figuren als Modell-Vorlagen für die industrielle Produktion gehörten zu seinem Genre, während er 1917/1918 mit einem naturalistischen Relief zu Kriegsszenerien bekannt wurde. Hugo Cauer starb am 1. August 1918 in Bad Kreuznach.

Galerie

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