Johannes Ufer:
Mauerrelief

Johannes Ufer: Mauerrelief (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2020)

Daten zum Werk

Johannes Ufer: Mauerrelief (1981, Klinker, Beton)
Harburger Rathausplatz, 21073 Hamburg (Harburg)

Beschreibung

Am Rand des Harburger Rathausplatzes steht ohne besonderen Zweck eine Backsteinmauer. Ursprünglich stand die Mauer zwischen der ehemaligen Polizeiwache 46 und dem Bauamt, doch als das Gebäude der Polizeiwache an der Knoopstraße abgerissen wurde, musste auch die Mauer weichen, die sich seitlich anschloss. Doch es war nicht irgendeine Mauer, sondern eine, die von Johannes Ufer mit einem prägnanten Relief versehen wurde. Daher suchte man eine Lösung und fand sie auch. Die Mauer wurde sauber in ihre Einzelteile zerlegt und einige Jahre später originalgetreu wieder aufgebaut – am gleichen Standort, jedoch um 90 Grad versetzt. Die Klinkersteine sind auf der Mauerfläche so angeordnet, dass die Vor- und Rücksprünge ein ungegenständliches Muster bilden und für interessante Schattenwürfe sorgen.

Künstler:in

Johannes Ufer wurde am 30. April 1912 in Essen geboren. Nach einer Malerlehre (1926) war er 1928 Theatermaler und besuchte 1929–1933 die Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. 1937–1940 emigrierte er nach Kopenhagen. Nach 1945 war er als freischaffender Künstler in Hamburg tätig. Für Arbeiten zu Kunst am Bau in Hamburg entwickelte er ein Farbschema, nach dem die Häuser auf Helgoland und die Hamburger Siedlung Neuwiedenthal gestaltet wurden. Seit 1948 war Dozent für Raum- und Flächenkunst am „Baukreis“. Seit 1950 hatte der Maler und Zeichner einen Lehrauftrag für Freihandzeichnen. Ab 1952 erarbeitete er Objekte für die Industrie und Baugenossenschaft. Ab 1955 erhielt er einen Auftrag für die Farbgestaltung neuer Häuser in Helgoland, die er bis in die 1980 Jahre in der praktischen Bauwirtschaft der Insel umsetzte. Er starb am 4. Januar 1987 in Hamburg.

Galerie

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