Oskar Ulmer:
Grabmal Burmeister

Oskar Ulmer: Grabmal Burmeister (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2019)

Daten zum Werk

Oskar Ulmer: Grabmal Burmeister
(1933, Granit, Bronze, 210 x 310 cm, Figur 100 x 80 cm)
Friedhof Ohlsdorf, Fuhlsbüttler Straße 756, 22337 Hamburg (Ohlsdorf)

Beschreibung

Das Grabmal Burmeister auf dem Friedhof Ohlsdorf zeigt vor einer Granitwand die Figur einer trauernden Frau. Die Wand ist klar strukturiert und ist an der rechten und linken Seite mit Reliefs aus Weinranken verziert. Die junge Frau kniet auf einem kleinen Sockel vor der Granitwand. Sie ist in seitlicher Ansicht zu sehen, die Hände im Schoß gefaltet. Bis auf ein Tuch in ihrem Schoß ist sie unbekleidet. Den Kopf hat sie gesenkt. (Vgl. Leisner, 1990, Kat. 519)

Text: jp

Künstler:in

Oskar Ulmer
Oskar Erwin Ulmer (Oscar E. Ulmer) wurde am 19. Juni 1888 in Hamburg geboren. Nach der Schule studierte er an der Kunstgewerbeschule in Hamburg-Altona und schloss ein weiteres Studium der Bildhauerei an der Kunstakademie München bei Adolf von Hildebrand an. Er erhielt Auftragsarbeiten durch den Hamburger Architekten Fritz Schumacher zur Ausschmückung von Häuserfassaden in der Hansestadt. 1913 schuf er wohl eine seiner ersten Mutter-Kind-Skulpturen, die später thematisch immer wieder zu seinen Motivschwerpunkten gehörte. In den 1920er Jahren eröffnete er ein Steinmetzgeschäft für Grabmäler und bildete auch selber Steinmetze aus. Er war Mitglied des Hamburger Künstlervereins und der Hamburger Sezession. Er fertigte eine Vielzahl von Skulpturen u. a. auch für den öffentlichen Raum in Hamburg an, so unter anderem für die Hamburger Kunsthalle, Kirchen, öffentliche Gebäude und für Gräber auf dem Ohlsdorfer Friedhof. 1941 beteiligte er sich an der großen deutschen Kunstausstellung in München mit einer Mutter-Kind-Plastik. 1945 wurde diese Skulptur für ein Familiengrab verwendet. Der Künstler ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof mit seiner Frau begraben. Oskar Ulmer starb am 9. Dezember 1963 in Hamburg.

Text: hws

Galerie

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